Mit Sicherheit Spielzeug
Made in Germany

Spielzeug als Importwaren sind ein Spiel mit der Gesundheit

8 von 10 getesteten Import-Spielsachen enthalten Giftstoffe

Zumeist in importierten Spielzeug werden immer wieder hohe Konzentrationen an gefährlichen Chemikalien oder giftige Weichmacher nachgewiesen. Egal ob Schnuller, Plastikfiguren, Kuscheltiere oder andere Spielsachen, der Großteil enthält Giftstoffe oder Weichmacher, krebserregende Nitrosamine, giftiges Blei (in Metallspielzeug) und DEHP-Weichmacher (Diethylhexylphthalat), die hormonähnlich wirken. 

Diese Gifte greifen das Hormonsystem des Menschen an. Krankheiten wie Leber- und Nierenschäden, Krebs und Unfruchtbarkeit bei Männern können die Folge sein. Auch Fehlentwicklungen von Organen, ein geschwächtes Immunsystem und viele weitere Krankheiten können ausgelöst werden. Babys und Kleinkinder bis zu drei Jahren sind besonders schwer betroffen, da sie häufig die Spielsachen in den Mund nehmen und die Chemikalien dadurch leicht in den Körper gelangen können.

Seit 2013 sind alle Vorgaben der EU in nationales Recht umgesetzt worden. Mit dieser Regelung soll ein einheitlicher Standard bezüglich der Grenzwerte von Chemikalien in Kinderspielzeug in allen europäischen Mitgliedstaaten gewährleistet werden. Die Richtlinie2009/48/EG bestimmt die Vorgaben für das CE-Siegel. Aber Vorsicht, das CE-Siegel allein schützt Kinder nicht. Regelmäßig schlägt die EU-Kommission Alarm. Oft beinhalten die überwiegend aus China stammenden Produkte Verletzungs-, Erstickungs-, oder Vergiftungsgefahren, die sogar tödlich enden können.

Spielzeug aus deutscher Herstellung

Aber wie sieht es denn um die Sicherheit von deutschen Spielsachen aus? Sind die Hierzulande gefertigten Produkte wirklich sicherer? Dazu wollen wir Ihnen gleich genaue Informationen liefern. 

Lebensgefahr bei Spielzeugen wie Kuscheltiere

Lebensgefahr bei Spielzeugen wie Kuscheltiere

2015 befanden sich 30 Kuscheltiere im Test. Dabei fielen 68 Prozent  aufgrund von Schadstoffen oder gerissener Nähte durch. Der Großteil  enthielt krebserregende
Chemikalien, die auch durch mehrmaliges Waschen nicht entfernt werden konnten. Insgesamt 19 der Kuscheltiere wiesen kritische Mengen an gesundheitsgefährdeten
Stoffen auf. Drei der Plüschtiere hielten dem Zugtest nicht stand und zerrissen sofort,  wodurch schadstoffbelastete Füllungen austreten und von Kindern verschluckt werden könnten.

Chemikalien & Giftstoffe im Spielzeug

  • Formaldehyd
  • PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)
  • Phthalate
  • Nonylphenol
  • Schwermetalle
  • Nickel
  • Zinnorganische Verbindungen

Andere unbedachte Gefahren

  • Scharfen und spitzen Kanten
  • Erstickungsgefahr bei leicht ablösbaren Kleinteilen
  • Abfärben oder abblättern von Farbe
  • Stechender Geruch des Spielzeugs
  • Nicht ausreichend geschütztes Batteriefach bei elektrischem Spielzeug
  • Leicht lösbare Nähte und Verbindungen bei Plüschtiere

Woher kommt das giftige Spielzeug?

  • Asien: (hauptsächlich) China, aber auch andere Länder
  • Afrika
  • Weitere Entwicklungs- und Schwellenländer
  • Zum Teil auch aus Europa

Verbraucher können mit Ihrem Kaufverhalten bei Spielzeug vieles ändern

Leider ist oftmals nicht zu sehen, aus welchem Land ein Spielzeug stammt und Eltern erkennen nicht, welches besser oder schlechter für ihr Kind ist. Grundsätzlich empfehlen wir, Spielsachen Made in Germany zu kaufen, die mit Prüfsiegeln versehen und sicher sind. 

Achten Sie auf Siegel wie: GOTS (Global Organic Textile Standard), SAO (Soil Association Organic), Spiel Gut Siegel, Öko-Tex Standard 100, Blauer Engel. Das CE-Zeichen allein ist kein ausreichendes Sicherheitsmerkmal. Achten Sie beim Kauf von Spielsachen  auf diese Punkte, um die Gesundheit Ihres Kindes zu schützen. Lesen Sie auch unseren Artikel zum Thema Kinderarbeit

Öko-Spielzeug Made in Germany

Es gibt Alternativen zu Import-Spielzeugen aus Asien

Viele Anbieter aus Deutschland haben es sich zur Aufgabe gemacht, sicheres und gesundheitlich unbedenkliches Spielzeug zu entwickeln. madeingermany.online unterstützt diese Unternehmen, die natürliche Farb-, Roh- und Grundstoffe, ebenso wie ökologisch wertvolle und wiederverwertbare Materialien, in Spielzeugprodukten verwenden. 

Die Preisdifferenz zwischen hochwertigem Spielzeug aus Deutschland und gefährlichen Spielsachen aus Asien ist oftmals nicht so groß wie vermutet. Auch wenn Sie einmal bei Spielzeug Made in Germany etwas mehr Geld ausgeben, ist dies sicher gut investiert.

Hans Natur Spielzeug

Ökosiegel für Ihre Sicherheit

Wir wollen Ihnen eine Liste an Ökosiegel zeigen, die sicheres und geprüftes Kinder Spielzeug ziertifizieren. Achten Sie beim Kauf immer darauf, das die Spielsachen eines der folgenden Siegel trägt:  Blauer EngelÖko-Tex Standard 100Spiel gutGOTS.

Liste der Ökosiegel Anbieter

Wie kann ich mich als Verbraucher über Gefahren informieren?

Es gibt dafür das Bundesinstitut für Risikobewertung. Das BfR bewertet mögliche chemische Risiken, die von Spielzeugen ausgehen können. Dabei wird es vom Ausschuss für Spielzeug der BfR-Kommission für Bedarfsgegenstände unterstützt. In diesem Ausschuss arbeiten nationale Experten von Untersuchungsämtern, Prüflaboren und der Industrie zusammen. Zusätzlich lohnt es sich bei Stiftung Warentest im Fachbereich Kinderspielzeug nachzulesen.

Die Europäische Union hat alleine im Jahr 2016 in den Spielwarenhäusern über 2000 Produkte entfernen lassen, da diese die  erlaubten Grenzwerte deutlich überschritten haben. 

Die wirklich gefährliche Ware kommt hier wie erwartet aus China. 2017 haben wir erneut einen Anstieg der zu bemängelnden Spielwaren festgestellt, die zum Teil als schwerwiegend gesundheitsgefährdend eingestuft werden. 

Deutschland meldet in der EU am häufigsten gefährlich Produkte

Die zumeist gemeldeten gefährlichen Erzeugnisse waren Spielzeuge mit 26 Prozent. Gleich danach kamen Meldungen bei Kraftfahrzeugen die immerhin 18 Prozent ausmachten. Viele Beanstandungen gabe es schließlich auch bei der Bekleidungsbranche – wie beispielsweise Babyschuhe aus Asien, die kürzlich aus den Geschäften genommen werden mussten. Bei der Herstellung dieser Produkte werden chemische Substanzen verwendet, die zu einer massiv höheren Belastung von Kindern führen, als der Gesetzgeber in der EU erlaubt. 

Über 50 Prozent der gemeldeten gefährlichen Waren stammten aus China. 468 Erzeugnisse aus europäischer Herstellung sind vernichtet worden. Mehr als 100 Beanstandungen betrafen Amerikanische Waren und die Türkei waren mit 53 Mal ebenfalls mitführend in dem Negativranking. 


Bildnachweis: Fotolia 


Made in Germany und Ökosiegel

Kaufen Sie ausschließlich Spielzeug, das in der Bundesrepublik gefertigt wurde und ein führendes Ökosiegel trägt. Sie können mit Ihrem Statement pro "Made in Germany contra Importspielzeug viel bewirken. Schauen Sie vor dem Kauf immer auf das Etikett mit dem Hinweis auf das Herkunftsland. Deutschlands Warnmarkierung bietet als Qualitätssiegel von je her mehr Sicherheit und Qualität. 

Schnellwarnsystem RAPEX

Das zum Schutz des Verbrauchers entwickelte Schnellwarnsystem der EU RAPEX ermöglicht, sich schnell über beanstandetes Spielzeug zu informieren. Die aktuellen RAPEX-Berichte zeigen, dass die Hauptgefahr bei Spielzeug mittlerweile von giftigen Chemikalien ausgeht. Klicken Sie auf folgenden Link, um mehr zu erfahren und Berichte zu lesen: RAPEX-Berichte

Eigenkontrolle des Spielzeugs

Eltern sollten Augen und Nase offenhalten. Denn giftiges Spielzeug verrät sich. Nehmen Sie chemische Gerüche war, ist das Spielzeug nicht geeignet. Zupfen oder kratzen Sie leicht an Plüschtieren oder Farbe: Wenn sich etwas löst, entsorgen Sie das Spielgerät. Achten Sie auf Veränderungen der Oberflächen, Farben und Gerüche.

Kaufverhalten und Strategie

  • Produkte Made in Germany mit Ökosiegel wählen.
  • Kein Spielzeug aus Asien oder anderen Schwellenländern kaufen.
  • Alternative Materialien, wie Holz oder pflanzliche Stoffe, wählen.
  • Auf PVC oder andere Kunststoffe verzichten.
  • Keine Spielsachen mit Gerüchen oder scharfen Kanten kaufen.

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