Umweltressourcen schonen

Umweltsünden und grüne Zukunftsmärkte

60-80 Prozent des Grundwassers in China sind verseucht und die USA steigen aus dem Pariser Klimavertrag aus.


Weltweit nehmen viele Industrienationen es nicht so genau mit dem Umweltschutz. Wird zwischen Wachstum und Umwelt entschieden, fällt die Wahl meist auf das Wachstum. Dies birgt hohe Risiken, die sich bereits spürbar auswirken.

So wird das Wasser für die 1,4 Milliarden Chinesen langsam knapp. Denn mit nur 7 Prozent Frischwasser auf der Erde müssen 20 Prozent der Erdbevölkerung auskommen. Aber das ist nicht das einzige Problem, mit dem das Reich der Mitte zu kämpfen hat. Der überwiegende Teil des Grundwassers in diesem Land, rund 60 bis  80 Prozent, sind verseucht und ungenießbar. Gerade die Wasserquellen großer chinesischer Städte stellen die wichtigste Ressource für Gesundheit und Wirtschaft der chinesischen Bevölkerung dar, wie eine Studie belegt – mit steigender Tendenz durch Urbanisierung und Industrialisierung. Dabei verursacht die Produktion von Waren für ausländische Märkte den Löwenanteil dieser Umweltverschmutzung. Chemikalien, hohe Emissionen und viele diverse Schadstoffe, die in die Erdatmosphäre gelangen, stammen laut einer weiteren aktuellen Studie häufig aus China.

Gesamtausstoß pro Jahr in Megatonnen

  • China: 9.977 
  • USA: 5.233
  • EU: 3.483
  • Indien: 2.407
  • Russland: 1.812

Pro Kopf CO2-Ausstoß im Jahr in Tonnen

  • China: 7,2
  • USA: 16,0
  • Europa: 6,8
  • Indien: 1,9
  • Russland: 13,0
UN Klimakonferenz am 30.11.2015

Gemeinsam mit China brachte Präsident Obama beim Klimagipfel von Paris 2015 konkrete Schritte auf den Weg. Washington und Peking ermöglichten den Abschluss des Pariser Klimaabkommens mit dem Ziel, die Erderwärmung auf „deutlich unter zwei Grad“ zu begrenzen. Leider ist die USA inzwischen durch Beschluss von Präsident Trump wieder aus dem Klimavertrag der führenden Industrienationen ausgestiegen. Alle mühsam errungenen Eingeständnisse wurden somit gegenstandslos.

Als Weltenretter, so sah sich Barack Obama gern. Und so präsentierte er sich auch auf dem Klimagipfel. Doch wie ernst war es ihm wirklich mit dem Umweltschutz? - UN Klimakonferenz am 30.11.2015

Harte Fakten

Zahlen, die eine deutliche Sprache sprechen: China ist der weltweit größte Klimasünder. Im Jahr 2013 emittierte das Land 9.977 Megatonnen des Klimagases Kohlendioxid, fast doppelt so viel wie die USA (5.233 Megatonnen). Dies belegen Zahlen des Global Carbon Projects. Doch die Medaille hat bekanntlich zwei Seiten: China liegt nicht auf Platz 1, vergleicht man die Emissionen pro Kopf. Dieses Argument bringen chinesische Regierungskreisen gern beim Thema globaler Klimaschutz vor.

Platz 1: USA

Auf Platz eins liegen mit den meisten Emissionen pro Kopf die USA (16 Tonnen/Kopf). Das Kernproblem: Die Vereinigten Staaten nutzen weiterhin vor allem fossile Energien wie Erdöl oder Braunkohle. Nur geringfügig setzt das Land der Mobilität auf spritsparende Motoren oder Energieeffizienz und nur vereinzelt auf erneuerbare Energien. Russland liegt auf Platz 2, weil diese Nation vor allem mit einer ineffizienten Herstellung in den Industrieunternehmen zu kämpfen hat. Darauf folgt China mit ebenfalls schlechten Werten.

Die beiden großen Klimasünder

Die USA und China machen sich gegenseitig Vorwürfe in puncto Klimaschutz. So können die internationalen Bemühungen nicht in Gang kommen. Daher erzielten auch die letzten Verhandlungen beim Klimagipfel 2015 in Paris kaum Fortschritte. Nicht zuletzt, da die dort getroffenen Vereinbarungen keine Verpflichtungen der Klimasünder nach sich ziehen.

GreenTech Made in Germany

Neueste Entwicklungen und hohe Investitionen in GreenTech-Technologien Made in Germany sind die Zukunft. Umwelttechnik und Ressourceneffizienz werden in Deutschland großgeschrieben. Ergebnisse einer aktuellen Umfrage illustrieren die Innovationsstärke der deutschen GreenTech-Unternehmen. Im Durchschnitt liegt der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Umsatz, die sogenannte FuE-Quote, bei drei Prozent. Die Top-Positionierung auf dem Weltmarkt, die expansive Marktentwicklung und die Innovationskraft prägen das optimistische Stimmungsbild der deutschen GreenTech-Anbieter. Diese rechnen bis 2018 mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 10,5 Prozent.

Klimaschutzinitiative

GreenTech Made in Germany
Umdenken in alle Richtungen

Umdenken in alle Richtungen

Wirtschaftlicher Wandel
Im Kontext der grünen Transformation beziehen Unternehmen die Realisierung von Gewinn durch den Verkauf grüner Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie die Entwicklung grüner Geschäftsmodelle in den wirtschaftlichen Wandel ein.

Technologischer Wandel
Der technologische Wandel umfasst unter anderem den Auf- und Ausbau von Forschung und Entwicklung sowie Aus- und Weiterbildung im Bereich grüner Technologien. Im Zuge der hohen Innovationsdynamik haben die meisten Unternehmen in den letzten zehn Jahren stark in den technologischen Wandel investiert.

Ökologischer Wandel
Diesem Transformationsfeld werden Handlungsfelder, wie der betriebliche Umweltschutz, Energieversorgung aus erneuerbaren Energien sowie Ressourceneffizienz, zugeordnet. Aus Sicht der befragten Unternehmen wurden aufgrund umweltpolitischer Vorgaben in den letzten zehn Jahren viele Maßnahmen umgesetzt.


Bildnachweis: Fotolia 

Klimaschutz in Zahlen

Investition in Greentech-Technologien

G20-Staaten stehen vor der Aufgabe, zunehmend in Energieeffizienz und Umwelttechnologien zu investieren, während sich die Entwicklungsländer auf die Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft und das Wassermanagement konzentrieren sollten. 170.000.000.000 US-Dollar – würde diese Summe weltweit pro Jahr in eine bessere Energieeffizienz investiert, läge die Rendite nach Schätzungen der UN-Initiative Sustainable Energy for All bei 17 Prozent. 

Umwelttechnik und Ressourceneffizienz

Deutschlands Produkte und Umwelttechnik gewährleisten es, Energie umweltfreundlich zu erzeugen, zu speichern und verteilen. Unsere Umwelttechnikbranche ist in mehrfacher Hinsicht Technologieführer. Made in Germany hält einen überproportionalen Weltmarktanteil, sorgt für Umsatz- und Beschäftigungswachstum und stellt einen wichtigen  Zukunftsmarkt dar. Verbraucher partizipieren an diesen Vorteilen: Kostenreduktion, Investitionsvorteile, bessere Lebensqualität und Gesundheitsschutz.

Weg von fossilen Brennstoffen

Die Nutzung der natürlichen Ressourcen steigt seit Jahren kontinuierlich. Der weltweite Primärmaterialeinsatz hat sich in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt. Er stieg von circa 36 Milliarden Tonnen im Jahr 1980 auf rund 78 Milliarden Tonnen im Jahr 2011 (SERI/WU Vienna 2014). Im Jahr 2050 wird die auf bis zu zehn Milliarden Menschen wachsende Weltbevölkerung schätzungsweise mehr als 140 Milliarden Tonnen Mineralien, Erze, fossile Brennstoffe und Biomasse in Anspruch nehmen, wenn die heute bevorzugten Konsummuster beibehalten werden (UNEP 2011).

Made in Germany - Verbrauchervorteile

Verbraucher genießen zahlreiche Vorteile, wenn sie sich für Produkte Made in Germany entscheiden. Auch in puncto Umwelt und Leben nutzen Menschen Benefits deutscher Produkte: geringere Energiekosten, Nutzung von Fördermaßnahmen, Investitionsvorteile, Lebensqualität, Komfortgewinn durch Automation, hohe Benutzerfreundlichkeit, körperliche Entlastung, Gesundheitsschutz, hohe Luftreinheit, sichere Trinkwasserqualität, geringe Lebensmittelbelastung uvm.

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