Ein Gigant Made in Germany

Drückwalzmaschine HDC 700

Auch die mittelständische Firma WF Maschinenbau fertigt ihre Produkte in Deutschland. Laut Eigenaussage ist das Unternehmen seit über 40 Jahren Innovationsführer im Bereich Metalldrücken. Mit der Drückwalzmaschine HDC 700 schuf es einen weltweit einzigartigen Giganten zur Herstellung von Kupplungs- und Getriebeteilen. Ohne Zweifel eine Meisterleistung deutscher Ingenieurskunst.

In Sendenhorst bei Münster rollte im Herbst 2017 ein wahrer Koloss des Maschinenbaus aus der Produktionsstätte des dort ansässigen Unternehmens WF, eine Firma mit 90 Mitarbeitern. Letztere baute die weltweit größte Drückwalzmaschine, die 75 Tonnen schwere HDC 700 – und das Made in Germany. Diese Innovation toppt das vorherige Modell aus derselben Maschinenschmiede, die HDC 600, und steht für „neue Dimensionen bei der Herstellung von Kupplungs- und Getriebeteilen“. Entwickelt für einen langjährigen Kunden, ist der maschinelle Riese noch größer und bietet weitaus mehr Power als sein Vorgänger.

30 Prozent leistungsfähiger als Vormodell

Stolz erklärt die Geschäftsleitung von WF: „Insgesamt ist das neue Modell rund 30 Prozent leistungsfähiger und kann viel größere Kupplungs- und Getriebeteile herstellen, die zum Beispiel in Automatikgetrieben von schweren Baufahrzeugen, landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen oder Grobmuldenkippern verwendet werden.“

Des Weiteren erläutert Heiko Ohlscher, Geschäftsführer der WF Maschinenbau und Blechformtechnik GmbH & Co. KG, weshalb die HDC 700 noch mehr leistet als die HDC 600: „Dazu tragen vor allem der wesentlich größere Werkstückdurchmesser, die viel höheren Antriebsleistungen der Arbeitsspindeln sowie die höheren Vorschubkräfte in den Vorschubsachsen bei. Damit wir unseren Kunden stets innovative und individuelle Lösungen bieten können, spielt das Thema ,Forschung und Entwicklung’ für uns eine wichtige Rolle. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, mit der HDC 700 eine Drückwalzmaschine zu bauen, mit der unser Kunde noch größere Bauteile herstellen kann.“

Ein Goliath fährt zum Kunden

Um den gewaltigen Koloss zu verladen und transportieren, holte sich WF Maschinenbau Verstärkung in Form von zwei Expertenteams. Zum einen war das Unternehmen E. Naber aus Ahlen mit seinem Boom-Truck dabei – einem Spezialautokran. Dieser ist in der Lage, einen Giganten wie die HDC 700 anzuheben. Zum anderen brachte ein Tiefbetttieflader der Firma Hegmann Transit aus Sonsbeck den riesigen Goliath auf die Straße und transportierte ihn zum Ziel, dem Käufer der innovativen Maschine.

Wichtige technische Daten der Drückwalzmaschine HDC 700:

  • Rondendurchmesser: max. 1.000 mm
  • Werkstückdurchmesser: max. 900 mm
  • Werkstücklänge: max. 800 mm
  • Vorschubkraft Strecksupport; horizontal: 800 kN
  • Vorschubkraft der Radialsupporte: 500 kN
  • Gesamtantriebsleistung: 400 kW

Bildnachweis: Shutterstock 

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