Sharing mit Köpfchen
und ohne CO2

Schönreden lässt sich der Verkehr in Deutschland nicht mehr. Laut Kraftfahrtbundesamt erhöhte sich der Bestand der zugelassenen Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresstichtag um rund 1,1 Millionen und lag am 1. Januar 2018 bei 63,7 Millionen. Das macht ein Plus von 1,7 Prozent und mit insgesamt 46.474.594 Stück den Pkw zur anteilsstärksten Fahrzeugklasse. Wie wäre es mit Alternativen wie dem E-Scooter?

Viele Menschen lassen die alltäglichen Staus, der Verkehrslärm und der Parkplatzmangel umdenken, und so tauchen innovative Ideen auf. Immer mehr Tüftler entwickeln Sharing-Programme für Pkw, Fahrräder oder Motorroller. Auch Mitfahrservices und Überlandbuslinien nehmen seit einigen Jahren zu. Privatpersonen orientieren sich ebenso um. Nicht jeder braucht mehr ein eigenes motorisiertes Verkehrsmittel, und besonders junge Leute mögen Sharing-Programme. Diese Modelle bieten den Vorteil, dass sie, neben einem ethischen und ökologischen Stempel, deutlich günstiger und pflegeleichter sind, als der eigene Pkw es wäre. 

Wenn Sharing, warum nicht CO2-frei?
In Berlin hat sich ein Start-up in diesem Bereich einiges überlegt: Wenn schon umweltfreundliches Sharing von Verkehrsmitteln, warum nicht gleich so ökologisch wie aktuell machbar? Dabei ist emmy entstanden, eine inzwischen in mehreren deutschen Großstädten verfügbare Sharing-Plattform für Elektroautos, E-Scooter und E-Bikes. Das Motto: „Wir glauben an die Zukunft der urbanen Mobilität, ohne ein Fahrzeug zu besitzen.“ Die Ziele: die Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen, reduzierte Verkehrsemissionen und eine Stadt, in der sich die Menschen wieder wohlfühlen. 

Im Jahr 2014 entstand die Idee des geteilten Rollers in einem Park, als die Gründer den Scooter als ein praktisches Stadtverkehrsmittel für sich entdeckten. Für eine eigene Anschaffung, so fanden sie, brauchte man das Vehikel nicht oft genug. Daraufhin nahmen sie am Open Innovation Slam teil, für den das Konzept an Form gewann. Das Ziel des Slams: die beste Idee für Energieersparnis in Haushalten zu küren. Das Team hinter der heutigen Electric Mobility Concepts GmbH (emmy) gewann den Preis und wurde in den Climate KIC Acceleratoraufgenommen.

Mobiler Zugriff auf Elektroroller von überall
Das System der Sharing-Plattform ist denkbar einfach, denn mit einer praktischen Mobile App lassen sich über eine Karte die Rollerstationen in der näheren Umgebung sowie auch in einer fremden Stadt anzeigen. So leicht zu bedienen, soll das selbsterklärende System eine erhöhte Nachfrage und angenehme Nutzung erlauben. Eine Zentrale mit Warteschlangen und Kassensystemen entfällt, alles läuft so modern und flexibel wie heute möglich. 

Auf diese Weise spart man nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Energie auf beiden Seiten: Kunden und Start-up. So geht es zum Beispiel erst entspannt mit dem Zug nach München und vor Ort mit dem Elektroroller durch die Stadt, auch zu zweit. Denn zu jedem gebuchten Roller verleiht der Anbieter zwei Helme. Der ausgesuchte E-Scooter lässt sich mit dem Smartphone für 15 Minuten reservieren. Auf dem Parkplatz funktioniert der Zugang zum Roller schlüssellos über die App, denn darüber ist die Helmbox zu öffnen und das Gefährt zu starten. Anleitungsvideos finden Nutzer auf der emmy-Website. Auch die Mietdauer zu beenden ist ein Leichtes, denn das erledigt man ebenso schnell über das Smartphone. 

Unterwegs mit geringen Kosten und wenig CO2
Einen E-Scooter zu nutzen, schont den Geldbeutel und lohnt sich besonders für junge Menschen, Studenten und Geringverdiener. Das Angebot richtet sich also an die, die sich weder ein eigenes Auto leisten wollen noch können. Wer den Roller für einen kurzen Trip benötigt, zahlt keine 20 Cent pro Minute, im geparkten Zustand ist das Vehikel deutlich günstiger. Besonders erschwinglich ist mit einem Maximum von 24 Euro der Tagestarif. Er ermöglicht größere Touren und Ausflüge zu einem Preis, mit dem bei gleichzeitiger Flexibilität kein Tagesticket des öffentlichen Nahverkehrs mithalten kann. Auch Fahrradverleiher erreichen dieses Preis-/Leistungsniveau nicht überall. 

Dauerhafte Alternative oder gelegentlicher Spaß?
Die günstige und umweltfreundliche Nutzung der E-Scooter ist vor allem in Großstädten eine großartige Sache. Denn in Berlin, München und anderen weiträumigen Ballungszentren legt man schließlich viele Kilometer am Tag zurück. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es in den Sommermonaten oftmals kein Vergnügen, sich durch die gesamte Stadt zu quälen. Mit einem Elektroroller hingegen erreichen Fahrer ihr Ziel schneller, bequemer, eventuell günstiger und auf jeden Fall mit mehr Spaß und individueller Zeit- und Streckeneinteilung. Ob für den Ausflug zum Picknick im Park oder für den wöchentlichen Besuch bei den Eltern oder Freunden: Wer sich keinen Roller anschaffen und dennoch zügig unterwegs sein möchte, trifft mit emmy die richtige Wahl. 

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