Steuererklärung per Smartphone?

Nichts leichter als das!

Diese App tritt nicht nur an, die korrekte Erledigung der jährlichen Steuererklärung zu erleichtern, sondern soll dem User vor allem dabei helfen, die zu viel gezahlten Steuern vollständig erstattet zu bekommen. Denn die dahinterstehende Taxfix GmbH möchte erreichen, dass jeder seine Steuerrückzahlung erhält, auch wenn er oder sie die Formulare des Finanzamtes nicht versteht und sich keinen Steuerberater leisten kann. Das trifft auf Millionen Steuerzahler in Deutschland zu. Die Gründer der Taxfix GmbH entschieden mit ihrer Geschäftsidee, dass Nachteile nicht sein müssen und machten sich an die Softwareentwicklung.

Eine App für die meisten Steuerzahler

Gleich auf der Startseite von Taxfix heißt es: „Du beantwortest einfache Fragen und bekommst im Schnitt 935 Euro zurück.“ Das klingt lohnend, mehr noch, weil die Applikation für Android- und Apple-Smartphones erst einmal kostenfrei ist, zumindest im Fall einer zu erwartenden Steuernachzahlung oder bis zu einer Steuererstattung von 50 Euro. Bekommt der Anwender voraussichtlich (entsprechend dem von der App errechneten Ergebnis) mehr als diese Summe zurück, kostet ihn die Steuererklärung knappe 35 Euro. 

Dass die App die User duzt, passt zu ihrem einfachen Aufbau, denn sie spricht ausdrücklich jeden Arbeitnehmer an, unabhängig von Alter und Bildung, und präsentiert sich in einfacher Sprache und sympathischer Anrede. Ein Manko fällt allerdings Freiberuflern und Selbstständigen ins Auge: Die App ist noch nicht auf sie ausgelegt. Denn Selbstständige benötigen aufgrund ihrer beruflichen Stellung eine individuelle steuerliche Behandlung, und ihre steuerrechtliche Situation hängt von deutlich mehr Komponenten ab, als es bei einem einfachen Angestellten der Fall ist. Die Software verspricht aber, dass diese Bereiche nachgerüstet werden. In ihrer aktuellen Version lassen sich nur reine Angestelltenverhältnisse steuerlich bearbeiten, selbst nebenberufliche Einkünfte fallen leider noch aus dem System. 

In fünf Schritten zur Steuererstattung

Für den User geht es nach dem Herunterladen von Taxfix gleich simpel los. In nur fünf Stufen geht’s zur Steuererklärung. Im ersten Schritt wird die Lohnsteuerbescheinigung abfotografiert und in die App geladen, das spart zeitaufwendiges Abtippen und Tippfehler. Diese können bei der Steuererklärung leicht bares Geld bedeuten. Im zweiten Schritt folgen einige Fragen im Interviewstil, mit denen der User seine Daten vervollständigt. Dabei geht es um individuelle Daten, wie die jährlichen Ausgaben für Fahrtkosten, Reparaturen und ähnliche Dinge. Die Fragen sind einfach und ohne steuerliches Vorwissen zu beantworten. Benötigt der Anwender mehr Informationen, kann er diese über einen Infotext aufrufen. 

Schließlich möchten die Gründer von Taxfix Steuerthemen verständlicher gestalten. Gleich nach Beantwortung aller Fragen errechnet die App die Steuerlast und leitet diese auf Wunsch direkt an das Finanzamt weiter. Bezahlt wird, wie erwähnt, nur ab einer bestimmten Summe der Rückerstattung und nur auf Wunsch des Kunden. Entscheidet dieser sich am Ende gegen die Übermittlung seiner Daten, verfällt zwar die Eingabe, aber es entstehen auch keine Kosten. 

Die Macher des Steuersparprogramms

Das Team hinter der Steuersoftware besteht aus Steuerexperten und -kennern und weiß somit, wovon es redet. 2016 gründeten Mathis Büchi und Lino Teuteberg das Berliner Unternehmen, ergänzt durch ein internationales, junges Team. Kürzlich investierte Paypal-Gründer Peter Thiel in die App und sprach dem Start-up somit sein Vertrauen aus. Die Firma folgt mit ihrer Lösung einem aufsteigenden Wirtschaftszweig, wie auch die Gründer ähnlicher smarter Programme, wie Taxbutler oder Wundertax. Der jährliche Kauf einer CD-Rom oder das Herunterladen großer Programme für die Steuererklärung sind nicht mehr zeitgemäß. 

Auch wenn noch oft über das Für und Wider, insbesondere der Datensicherheit mobiler Endgeräte, diskutiert wird: Anwendungen für Smartphone und Tablet sind auf dem Vormarsch, und zwar in jedem erdenklichen Bereich. Besonders junge Anwender wünschen sich diese Apps und wechseln bei Nichtgefallen schnell zur Konkurrenz. Alles muss rasch, mobil und sofort zu erledigen sein. Die Taxfix GmbH entspricht mit ihrer Software dem Zeitgeist. Bleibt abzuwarten, ob und wie die Firma die angekündigten Neuerungen zur Verbreiterung der Appleistung umsetzt, damit auch Selbstständige, Beamte und Teilzeitfreiberufler auf diesem Weg Steuern sparen.

Fotos: taxfix

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