Fanta. Eine Limonade Made in Germany erobert die Herzen der ganzen Welt!

Ein Kultgetränk wird 75 Jahre alt

Ja, es stimmt, die Fanta gehört zum Coca-Cola Konzern in den USA, genauer gesagt in Atlanta. Und nein, die Marke wurde nicht später erst von Coca-Cola (https://www.coca-cola-deutschland.de/unsere-marken) aufgekauft. Trotzdem ist sie Made in Germany. 

Dabei ist der Anlass ihrer Erfindung ein trauriger. Denn es war einmal der zweite Weltkrieg: Rohstoffe waren knapp und das Konzentrat für das amerikanische Getränk Coca-Cola durfte nicht eingeführt werden. Das Land in Übersee galt ja als der Feind. Zum Glück für den Konzern hatten sie aber in Essen einen cleveren Chefchemiker sitzen: Wolfgang Schetelig. Der seinen Job 1940 gerne behalten wollte, genau wie alle anderen, die für den Konzern arbeiteten. Wie auch Max Keith, der Leiter des Konzerns in Deutschland. Die Situation war schon trübe genug. Also bat Keith den Chemiker um eine Lösung. Schetelig schaute sich auf dem Markt um, welche Rohstoffe in Deutschland sich noch verwerten ließen. Dabei durfte es nichts Überlebenswichtiges sein. Das wäre erstens zu teuer und zweitens wollten die Leute essen, nicht an Erfrischungsgetränken nippen. Also sicherte er sich Apfelreste: nahrhaft und geschmacksintensiv, und es gab Molke, ein Restprodukt der Käseherstellung.

Milchprodukte in Verbindung mit Apfelresten klingen zuerst nicht lecker, doch da Italien und Deutschland zu jener Zeit eine unheilvolle Allianz eingegangen waren, konnte Schetelig zumindest Fruchtsaftkonzentrate aus dem Süden beziehen. Dazu etwas Kohlensäure und Zucker: fertig war die Fanta. Zugegeben, mit dem Geschmack der heutigen Ausgabe hatte die damalige nicht viel gemein, aber da von 1942 bis 1949 in Deutschland nicht ein Tröpfchen Cola mehr aufzufinden war, ersetzte der Konzern in jener Zeit mit der deutschen Limonade das koffeinhaltige Getränk vollständig. Und 1941 wurde sie als deutsche Marke offiziell eingetragen.https://www.coca-cola-deutschland.de/unsere-marken

Das Kokablatt war die Basis

Aber wieso Fanta? Der Name Coca-Cola leitet sich von dem Kokablatt und der Kolanuss ab. Einleuchtend. Doch wo stecken in Fanta Apfel und Molke? Der Name basiert auf dem Wort Phantasie, oder nach neuer Rechtschreibung noch passender: Fantasie. Was definitiv zutrifft, denn es braucht eine Menge davon, um aus Restprodukten der Nahrungsmittelherstellung ein Erfrischungsgetränk zu zaubern. Und somit wäre auch geklärt, ob zu dem Getränk ein weiblicher Artikel gehört oder wie in Österreich (https://www.coca-cola-oesterreich.at/marken/fanta) oder der Schweiz (https://de.coca-cola.ch/marken/fanta) der Name Fanta ein Neutrum ist. Mit Blick auf die Namensgebung ist das Getränk ganz klar weiblich. Und wer hat ihn sich ausgedacht? Keith startete damals einen Wettbewerb in der Belegschaft und das Ergebnis schrieb Geschichte. Also gehört auch der Name in das Made in Germany Museum.

Coca Cola weltweit

Zum Glück ist er recht eingängig, international und leicht auszusprechen. Denn längst hat das Getränk die Welt umrundet und sich fast überall ausgebreitet. Ob Australien, China, Russland oder in einem der weiteren an die 200 Länder, erfrischt man sich rund um den Globus mit der deutschen Erfindung. Der belgische Coca-Cola-Chef Carl West hätte der Limo trotzdem lieber den Namen „Cappy“ gegeben, aber die Belegschaft hatte nun mal anders entschieden. In Deutschland gilt die Fanta laut Statista (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/175764/umfrage/konsumierte-marken-von-limonaden-cola-und-energygetraenken/) als zweitbeliebtestes Erfrischungsgetränk. An der Spitze steht wenig überraschend ihre große Schwester Coca-Cola, die natürlich schon seit 1949 aus Übersee zurück gekehrt ist. Aber da die deutsche Erfrischungsvariante ohne Koffein getrunken wird, ist sie für Kinder beliebter.

Doch die Fanta heute besteht selbstverständlich – und vielleicht zum Glück – nicht mehr aus Apfelresten und Molke. Nach dem Krieg begann der amerikanische Konzern 1955 in seiner italienischen Niederlassung die Fanta in eine reine Orangenlimonade umzuwandeln. Was vermutlich ausschlaggebend war für den weltweiten Erfolg, denn es ist fraglich, ob die aus der Not geborene Apfel-Molke-Mischung den internationalen Markt gleichermaßen überzeugt hätte. Obwohl einmal der Versuch eines Reloads unternommen wurde. Seitdem gibt und gab es etliche Geschmacksvarianten (https://www.coca-cola-deutschland.de/kontakt-und-faq/ihr-fragt-wir-antworten/warum-schmeckt-fanta-im-urlaub-anders, Zuckerreduktionen, Flaschendesignänderungen, neue Verpackungsarten, die einen mal mehr, die anderen mal weniger erfolgreich. Dementsprechend verschwinden einige Geschmacksversuche nach einiger Zeit wieder. Die Orangenvariante allerdings hält sich dauerhaft und die Made in Germany Erfindung wurde zu ihrem 75. Geburtstag von der Coca-Cola Company gebührend gefeiert. Etwas unglücklich im deutschen Fernsehen mit dem Slogan „die gute alte Zeit“, worauf man in Deutschland bestürzt (https://www.merkur.de/wirtschaft/aerger-videospot-brause-krieg-fanta-die-gute-alte-zeit-4771494.html) reagierte. Denn nur wenige Ereignisse konnten 1940 in der Region als gut bezeichnet werden. Die Werbung wurde geändert, in den USA betont, dass die Kindheit in den 60ern gemeint gewesen sei und Fanta ist als clevere Made in Germany Erfindung aus einer finsteren Zeit auf der ganzen Welt in vieler Munde.

Bildnachweise: 

Shutterstock.com/Oleg Doroshin/Moscow, Russia-September 6, 2018: cans of Fanta drink of different flavors in stock.Fanta non-alcoholic strongly carbonated soft drink; trademark owned by the Coca-Cola Company

Shutterstock.com/ Dimbar76 /PRAGUE, CZECH REPUBLIC-MAY 15: a red retro car Ford F-100 with advertising inscription Coca Cola on board on the streets of Prague's Old Town May 15, 2015

Shutterstock.com/TY Lim/PERTH, AUSTRALIA - JUNE 18, 2018: Coca Cola vending machine and large print coke poster display in Perth shopping mall. Coca Cola Company is leading manufacturer of soda drinks in the world.


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