Deutschland auf Platz eins der Innovationen

Jetzt ist es offiziell: Deutschland ist das innovativste Land der Welt. Laut dem Globalen Wettbewerbsbericht 2018 (Global Competitiveness Report 2018) des Weltwirtschaftsforums (WEF) liegt Deutschland mit der Zahl der angemeldeten Patente und wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Bereich Innovationen an der Spitze der 140 ausgewählten Nationen. Ausschlaggebend bei der Bewertung war unter anderem die Zufriedenheit der Kunden mit deutschen Produkten; Made in Germany steht für Qualität. Laut Schweizer WEF-Stiftung feuert das die Unternehmen immer wieder zu Verbesserungen und Erneuerungen an. In der Kategorie Innovationen liegt unser Land damit direkt vor den USA.

Weitere Pfeiler der Studie sind etwa die Stärke des Finanzsystems, der Infrastruktur, der Bildung und des Gesundheitsweisens. Beim Blick auf die zwölf Pfeiler insgesamt landet Deutschland auf Platz drei – hinter den USA und Singapur, 2017 war es noch Platz fünf. Doch das diesjährige Bewertungssystem weiche völlig von dem des Vorjahres ab, erklärte die Stiftung.

Top Ten der Gesamtwertung

Wer gehört zu den Top Ten der Gesamtwertung? Unmittelbar hinter den USA, Deutschland und Singapur liegen die Schweiz, Japan, die Niederlande, Hongkong, Großbritannien, Schweden und Dänemark. Aktuelle Ereignisse seien allerdings nicht mit eingerechnet worden. Wie Mitautorin Saadia Zahidi erklärte, seien die Folgen der jüngsten Handelsstreitigkeiten, des wachsenden Populismus und der Besinnung auf nationale Interessen im Index noch nicht abzulesen. Die Analysten hätten Daten aus dem vergangenen Jahr verarbeitet. Zahidi sieht für die Zukunft besorgniserregende Trends. Sie zählt dazu den Zusammenbruch des sozialen Gefüges in manchen Ländern, Angriffe auf die Pressefreiheit und Rückschritte bei der Gesundheitsversorgung.

Auch zum Thema Digitalisierung und technologischer Wandel bezieht das WEF Stellung. Jährlich lädt die Stiftung zu einer Konferenz mit Unternehmern und Politikern in Davos. In der Studie haben Fachleute analysiert, wie es um die Digitalisierung der Industrie (Industrie 4.0) bestellt ist. Sie untersuchten unter anderem den gesamten Innovationsprozess, von der Entwicklung einer Idee bis zu deren Umsetzung und Vermarktung. Deutschland schnitt auch diesbezüglich mit am besten ab. Doch das allein war nicht ausschlaggebend für die gute Bewertung. Denn, wie die Autoren erklären: „Technologie kann Wunder wirken, aber sie kann nicht über andere Schwächen hinwegtäuschen, etwa schlechte Regierungsführung, Korruption oder ein schlechtes Bildungswesen."


Bildnachweis: Shutterstock, Fotolia

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