Kunstmagnet: Über 64.000 bei Produktion. Made in Germany Drei

Deutschland als Kunstnation kam im Sommer 2017 mit mehreren Großveranstaltungen zu Ehren. In Hannover besuchten 64.414 Menschen die Gemeinschaftsausstellung „Produktion. Made in Germany Drei“, die bis zum 3. September zu bestaunen war. Die positive Resonanz freute Künstler und Veranstalter. Ein wahrer Kunstmagnet .

Ohne Zweifel – er war abwechslungsreich, der Kunstsommer 2017. Er brachte uns neben der documenta 14 in Kassel und Athen, den Skulptur Projekten in Münster sowie der Biennale in Venedig auch die dritte Gemeinschaftsausstellung „Made in Germany“ in Hannover. Wieder war diese Leistungsschau aktueller Kunst eine Kooperation der Kestner Gesellschaft, des Kunstvereins Hannover und des Sprengel Museums Hannover. Als weitere Partner fungierten diesmal die KunstFestSpiele Herrenhausen, das Schauspiel Hannover und Festival Theaterformen.

Unter dem Titel „Produktion. Made in Germany Drei“ thematisierten die Veranstalter die Produktionsbedingungen für Künstlerinnen und Künstler hierzulande. Wobei sich Kunstschaffende unterschiedlicher Nationalitäten beteiligten.

Künstler interpretierten Produktionsbedingungen

„Produktion. Made in Germany Drei“ brachte unter anderem diese Werke hervor: Daniel Knorr hatte einen Schneemann aus Beton errichtet; sein „Bonhomme" wies bereits in Nizza, Basel und Budapest auf die Erderwärmung hin. Anne Pöhlmann und Diango Hernández präsentierten mit „Maps of You“ Fotografien auf Textil, welche die Handinnenflächen von Künstlerinnen und Künstlern zeigten.

Katharina Stöver und Barbara Wolff („Peles Empire“) brachten ihren Atelierboden als Fotocollage auf die Ausstellungsfläche. So wurde der Schaffensprozess und seine Dokumentation bei ihnen zu integrativen Bestandteilen des Werks. Das Berliner Künstlerkollektiv Das Numen kreierte eine raumumspannende Klanginstallation, die den Wind von 20 Wetterstationen auf der ganzen Welt elektronisch eingefangen hatte und über Orgelpfeifen wiedergab. Julius von Bismarcks Installation „Freedom Table & Democracy Chair“ setzte sich aus zwei Schreibtischen und zwei Stühlen zusammen, die an Schnüren von der Decke des Ausstellungsraums hingen und sich per Computersteuerung bewegten.

Mit insgesamt 31 Positionen sowie eigens für die niedersächsische Landeshauptstadt konzipierten Aufführungen erlebten Kunstfans eine zeitgemäße und spannende Veranstaltung. Mehr als 300 Führungen für alle Altersgruppen, Künstlergespräche und Diskussionen bot das Begleitprogramm des Events. So fand ein reger Austausch zwischen den kreativ Schaffenden, den Kuratoren und dem Publikum statt.

Veranstalter sind rundum zufrieden

„Die Ausstellung ,Produktion. Made in Germany Drei‘ hat es wieder einmal geschafft, Hannover als institutionell wichtigen Kunststandort und Kunstmagnet zu vergegenwärtigen. Insbesondere konnten wir eine breite mediale Wahrnehmung sowie zahlreiche Besuche des Fachpublikums, aber auch eine regional sehr gute Resonanz erreichen“, resümierte Kathleen Rahn, Direktorin des Kunstvereins Hannover.

Auch Martine Dennewald, künstlerische Leiterin des Festivals Theaterformen, einer der größten Veranstaltungen für internationales zeitgenössisches Theater in Deutschland, zeigte sich zufrieden: „Neben der künstlerischen Qualität der Ausstellungen und Aufführungen hat die Vernetzung der sechs Kunstinstitutionen die besondere Strahlkraft des Projektes ausgemacht – in den überregionalen Medien wie auch im Austausch zwischen den BesucherInnen. Beim Theaterpublikum wurde die Lust auf bildende Kunst, bei den Kunstliebhabern das Interesse an Theater und Performance geweckt.“

Fazit: Mit der diesjährigen Leistungsschau behandelte „Made in Germany“ in Hannover die Internationalisierung der deutschen Kunstlandschaft bei gleichzeitiger Sicht auf aktuelle Fragen. Die Ausdehnung auf andere kreative Gebiete als der bildenden Kunst spürte Zeitströmungen nach und offenbarte, wozu Kunst in der Lage ist. Sicher ist, dass die Veranstalter dem nächsten „Made in Germany“ Spektakel schon heute positiv entgegensehen.

Bild: fotolia.com - arsdigital

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