Smartifizierung

Siebenmal smart im Alltag

Schon erstaunlich ist es, wie viele smarte Produkte und Lösungen es mittlerweile in Deutschland zu kaufen gibt – sei es für die Sicherheit und Kontrolle zu Hause, den Komfort, die Gesundheit oder einfach zum Spaß. Keine Frage, die Smartifizierung des Alltags schreitet voran, und immer mehr Verbraucher wenden sich diesen Artikeln und Systemen zu. Wir stellen sieben innovative und clevere Produkte vor – alle sind Made in Germany.

Was bedeutet Smartifizierung noch gleich? Dieser Begriff steht für die Ausstattung des persönlichen Lebensumfelds mit sogenannten intelligenten (smarten) Produkten oder Systemen. Mit diesen kann der Nutzer z. B. zu Hause Musik oder Licht auf Zuruf einstellen oder sich per App auf dem Smartphone bzw. per Fitnessarmband selbst dabei helfen, die eigene Gesundheit zu kontrollieren und zu verbessern. Weitere Ideen für Lösungen zum smarten Leben sind fast ohne Grenzen denkbar.

Insbesondere Smart Home legt am Markt kräftig zu. Interessierten sich bislang vor allem Freunde technischer Spielereien oder von Sparideen für diese Produkte, könnte sich das Bild bald ändern: Laut einer Studie der Unternehmensberatung Kotschi Consulting, die 218 Experten aus Industrie und Handel befragt hat, sehen 45 Prozent der Teilnehmer für das Jahr 2020 den Durchbruch der Smartifizierung im trauten Heim voraus, weitere 36 Prozent für 2021 und 2022. Nur 4 Prozent sind nicht der Ansicht, dass smarte Güter dieser Art sich am Markt durchschlagend behaupten werden. 

Smarte Lautsprecher gehen besonders gut

Des Weiteren sagt der Smart Home Device Tracker, eine Publikation des Marktforschungshauses IDC, voraus, dass der globale Smart Home-Markt 2018 voraussichtlich um 31 Prozent auf 643,9 Millionen verkaufte Geräte ansteigen wird. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von über 20 Prozent im Durchschnitt sollen im Jahr 2022 sogar circa 1,3 Milliarden „schlaue“ Produkte die Wohnungen der Nutzer bereichern. 

Dabei hat IDC smarte Lautsprecher, wie Amazon Echo oder Google Home, als am schnellsten wachsenden Bereich ermittelt, diese Artikel sollen über fünf Jahre hinweg jährlich 39,1 Prozent zulegen. Während sich die Zahl der verkauften intelligenten Speaker bereits 2018 auf 100 Millionen Geräte belaufen könnte, sollen es in vier Jahren schon 230 Millionen sein. Ebenso sorgen intelligente Beleuchtung, Thermostate, Türsprechstellen und Security-Systeme zunehmend für Absatz.


Übersicht smarte Produkte und Lösungen

Smart-Home-Alarmsystem

Aktuell brechen hierzulande alle drei Minuten Diebe in eine Wohnung oder in ein Haus ein – wahrlich ein triftiger Grund, über Alarmlösungen nachzudenken. Bei diesem Problem hilft Smart Home mit speziellen Lösungen, die Einbruchsrate zu senken und Menschen ein sichereres Wohngefühl zu vermitteln. Hier greifen etwa die Alarmsysteme von Gigaset aus Bocholt mitBewegungssensoren, Alarmsirenen und Überwachungskameras sowie Rauchwarnmeldern. 

Auf der Gigaset elements app sieht der Anwender, ob alle mit Sensoren ausgestatteten Türen und Fenster richtig verschlossen sind, und die App signalisiert auch Rauchentwicklung. Gleich was passiert, alles lässt sich via Cloud einfach dokumentieren. Des Weiteren besteht über das System die Option, Anwesenheit zu simulieren. Darüber hinaus verspricht Gigaset Smart Home einen gehobenen Wohnkomfort mittels Sprach- und Lichtsteuerung, das funktioniert im Verbund mit Amazon Alexa, Google Home oder Philips Hue.

Das Gigaset-Alarmsystem steht in drei Größen bereit, angefangen bei der Basisstation Base, die immer dabei ist. Für das kleinere Zuhause – z. B. Wohnungen oder Apartments in höheren Stockwerken – kommt das Gigaset elements alarm system S zum Einsatz, inklusive Tür- und Bewegungssensor und Alarmsirene. Einfamilienhäuser und ebenerdige Wohnungen stattet der Anwender mit dem System M, mit extra Fenstersensoren, aus. Und das System L versorgt große Wohnungen und Häuser mit einer Alarmsicherung, Bewegungssensoren mit der WLAN-Indoor-Kamera sind darin enthalten. Zudem sind alle drei Sicherheitssysteme über weitere Sensoren aufzustocken. Weitere Informationen: www.gigaset.com


Smarter Lautsprecher

Nie mehr ohne leistungsstarken Lautsprecher unterwegs ist der Musikfan dank tragbarem smartem Speaker JBL Link 20 von Harman aus München. Mittels App streamt er seine Wunschsongs über das Gerät – das klappt überall und mit raumfüllendem Sound. Via Google Assistant ruft er dem Speaker einfach zu, was er gerade hören oder wozu er tanzen möchte. Daheim holt er sich die Songs via Heimnetz heran, wobei er Alexa diktiert, was sie abspielen soll. Draußen nutzt er die Bluetooth-Verbindung. Eine Anbindung an unterschiedliche Dienste, wie Google Play Music, Pandora, Spotify, ist möglich.

Darüber hinaus macht der Link 20 dank seines Gummigehäuses mit Stoffbekleidung, beides robust gefertigt, eine stabile Figur. Für die manuelle Einstellung weist das Gerät vier Bedienelemente an der Oberfläche zuzüglich Response-Taste auf. An der Rückseite finden sich eine Power-Taste und die Funktion zur Mikrofonstillschaltung. 

Bei Tests hat sich ergeben, dass dieser Lautsprecher trotz kompakter Größe überzeugend satten Sound liefert. Und dabei ist er vergleichsweise günstig zu haben. Nur fehle es etwas an Tiefbass, befanden die Tester, was im Alltag aber nicht so viel ausmache. Dafür halte er auch bei hoher Lautstärke mit. Und so lange läuft er am Stück: aufgrund des wiederaufladbaren 6000 mAh Lithium-Ionen-Akkus zehn Stunden. Weitere Informationen: de.jbl.com/speakers

 

App zur Kontrolle von Krankheiten

Zunehmend sind smarte Lösungen in der Lage, Daten zu unserer Gesundheit nachzuverfolgen und zu speichern und uns so zu einem besseren Leben zu verhelfen. Darunter sind nicht nur Fitnesstracker für Sportliche, sondern Lösungen zur Kontrolle von Beschwerden für jedermann. So auch die App Ada, sie möchte laut Anbieter und Start-up Ada Health aus Berlin nichts weniger als „deine persönliche Gesundheitshelferin“ darstellen. Mittels dieser App ist es möglich, bei körperlichem oder seelischem Unwohlsein abzuklären, wo die Ursachen dafür liegen und dann persönlich zugeschnittene weiterführende Informationen zu erhalten. Und das kann der Nutzer auch für andere tun, z. B. Kinder oder Senioren. 

Keine allgemeinen Suchmaschinenergebnisse wie man sie zur Genüge kennt, sondern individuelle Beratung im Akutfall verspricht die App dem Anwender zu bringen. Und das geht so: Der Nutzer berichtet der App, was ihn gesundheitlich plagt und beantwortet ein paar Fragen. Dann erfährt er, wo das Problem liegen könnte und erhält entsprechende Informationen. Außerdem kann er Gesundheitsdaten direkt mit einem Arzt teilen. Nutzt er Ada immer wieder, so lernt die App seine Historie kennen und kann personalisierte Informationen bereitstellen. Das Ganze läuft zu 100 Prozent vertraulich ab, die Daten seien geschützt, so Ada Health. 

Mehr als 100 Ärzte und Wissenschaftler haben Ada laut Anbieter entwickelt – in der Lösung sind nach dessen Angaben bisher über tausend Krankheiten mit mehreren Milliarden Symptomkombinationen gespeichert. Das mehrfach ausgezeichnete Start-up – u. a. erhielt es den Award „Europa‘s Hottest Health Startup 2018“ – diene mit seiner App schon Tausenden von Menschen und erleichtere es ihnen, ein gesünderes Leben zu führen. Dazu verweist Ada Health auch auf über 50.000 5-Sterne-Bewertungen im Google Play Store. Weitere Informationen: ada.com/de

 

Smartes Fahrradschloss

Heutzutage muss man sein Rad nicht mehr per herkömmlichem Schloss sichern – was ohnehin oft leider nicht ausreicht, denn ständig werden Drahtesel geklaut. Mit dem Fahrradschloss I LOCK IT des Anbieters haveltec aus der Nähe von Berlin nutzt der Radler ein komfortables und sicheres automatisiertes Gerät, das sein Vehikel ab- und wieder aufschließt – ohne das er damit hantieren muss. Allerdings benötigt er noch sein Smartphone und eine App dazu. 

Möchte der Radler abschließen, ermittelt das System I LOCK IT via Bluetooth die Distanz zwischen seinem Smartphone und dem Schloss am Fahrrad – entfernt er sich etwas davon, rastet die Schließe automatisch ein. Ebenso erfolgt das Aufschließen über das System in „Absprache“ mit dem Smartphone. Letzteres verbindet sich automatisch mit I LOCK IT, sobald der Besitzer wieder in Reichweite seines Fahrrads ist – und schon geht das Schloss auf. Die gewünschte Distanz für das automatische Bedienen stellt der Nutzer über die App selbst ein.

Verliert der Radler während der Fahrt die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, etwa weil dessen Akku schlappmacht, fällt I LOCK IT auch das auf, und das System tönt beim nächsten Halt. So bemerkt der Fahrer die Unterbrechung. In einem solchen Fall betätigt er das Fahrradschloss per Tastendruck. 

Für den Nutzer ist es vor allem interessant, dass es für Langfinger nun weitaus schwieriger wird, das Fahrrad zu klauen. So stößt I LOCK IT sogleich einen Alarm aus und warnt den Besitzer auf dem Smartphone, wenn Unbefugte sein Gefährt bewegen. Hebt jemand das verschlossene Rad an und trägt es fort oder versucht, das Schloss aufzubrechen, schrillt ein 110 Dezibel lautes Signalüber 30 Sekunden los. Im Umfeld werden alle Anwesenden aufgeschreckt. Lässt der Dieb das Vehikel dann nicht los, startet der Alarm erneut. Über die angeschlossene App erhält der Nutzer eine Meldung und kann so schnell wie möglich herbei eilen. Weitere Informationen: www.ilockit.bike/de

 

Vernetzte Wetterstation

Warum verwelken meine Pflanzen so schnell? Weshalb habe ich dauernd Husten? Das sind Fragen, bei denen Menschen auch das Raumklima zu Hause in Betracht ziehen sollten. Gleich ob draußen oder drinnen, eine smarte Wetterstation namens Eve Degree misst exakt die Bedingungen am gewünschten Ort: Werte wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck in der direkten Umgebung. Das Gerät von Eve Systems aus München überprüft z. B. das Raumklima im Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Weinkeller. Es liefert dem Anwender auch eine Historie, mit der er Problemen daheim auf die Spur kommen kann – etwa, weshalb die Pflanzen nicht gedeihen oder ob gesundheitliche Beschwerden der Bewohner mit dem Raumklima zusammenhängen. Auch regelt der Nutzer mit Eve Degree Geräte in seinem Zuhause, steuert so etwa den Luftbefeuchter bei trockener Luft oder den Ventilator, wenn es zu warm wird. 

Das hochwertig verarbeitete Aluminiumgehäuse des Geräts ist nach Schutzart IPX3 wasserbeständig, und dadurch kann der Nutzer es in unterschiedlichen Bereichen – auch z. B. draußen im Garten oder in einem Gewächshaus – verwenden. Weitere Informationen: www.evehome.com/de/eve-degree

 

Smarte Diagnosewaage

Bekanntlich möchten viele Menschen heute bewusst und gesund leben. Dabei hilft es, regelmäßig das eigene Gewicht zu checken – denn so ist es natürlich leichter, schlank und fit zu bleiben bzw. abzunehmen. Den Zusammenhang zwischen regelmäßigem Wiegen und erfolgreicher Gewichtsreduktion hat die Wissenschaft belegt. 

Im Zuge der Smartifizierung des Alltags gibt es auch „schlaue“ Waagen zu kaufen, mit denen der Gesundheitsbewusste die Entwicklung des eigenen Gewichts nachverfolgen und speichern kann. Das ist ganz einfach auf dem Smartphone nachvollziehbar. Der Anwender muss sich außer um das Schlankbleiben um nichts Technisches kümmern und kann Wiegeresultate immer per App oder Webprofil checken.So macht es endlich mehr Spaß, das Gewicht zu überprüfen und zu halten. Indem der Nutzer sich seines Körperzustands zunehmend bewusst wird und langfristig überblickt, ob er leichter oder schwerer wird, kann er seine Motivation fördern. Das erfreuliche Ergebnis: Er isst gesünder und nimmt, wenn gewünscht, ab.

Die vernetzte Diagnosewaage BF 800 des seit 100 Jahren bestehenden Traditionsunternehmens Beurer aus Ulm misst Gewicht, Körperfett, Wasser- und Muskelanteil sowie die Knochenmasse des Nutzers. In ihrer Glasplatte befinden sich zum Messen Elektroden. Ein zusätzliches Handteil, wie bei ähnlichen Produkten von anderen Anbietern, ist nicht dabei. In puncto Design und eleganter Rahmung hält die BF 800 laut Testbericht dem Vergleich mit der internationalen Konkurrenz stand. Zu haben ist sie in Weiß oder Schwarz. Bei der Datenübertragung zwischen Waage und Lösung auf dem Smartphone setzt Beurer auf Bluetooth. Dazu ist eine App auf dem Mobiltelefon des Anwenders erforderlich, diese speichert die Messwerte des Nutzers. Außerdem ist es möglich, Messwerte auf der Waage vorläufig zu speichern und später mit der App zu synchronisieren. Gegenüber WiFi basierten Modellen sei dies kaum von Nachteil, stellten Tester fest. Weitere Informationen: www.beurer.com


Smartes Babyphone

Auch das Wohlbefinden der Kleinsten zu überwachen, übernehmen heute smarte Produkte. Auf dem Hintergrund, dass Eltern am liebsten rund um die Uhr persönlich über das Wohlergehen ihres Nachwuchses wachen würden und hier echter Bedarf besteht, sind „schlaue“ Babyphones hilfreiche Artikel. So haben Mütter und Väter immer das Sicherheit spendende Gefühl, ihren Babys nah zu sein, auch wenn sie nicht direkt neben ihnen sitzen. 

Zu den Herstellern in diesem Umfeld gehört das Unternehmen NUK aus Zeven in Niedersachsen. Es bietet intelligente Babyphones an, etwa das Produkt Smart Control Multi 310. Damit können Eltern den Sprössling im Kinderzimmer über ein Video- und Audiosystem, inklusive Anbindung über eine App auf dem Smartphone oder Tablet, im Auge bzw. Ohr behalten. Im zu überwachenden Raum wird eine schwenkbare Kamera mit Zoom, die auch per App einstellbar ist, platziert. Über die App erhalten die Eltern Meldungen zu allen Geräuschen, z. B. wenn das Baby schreit oder weint. 

In puncto Inbetriebnahme verspricht NUK, dass alles im Sinne von Plug & Play klappt: einfach das Babyphone installieren, anmelden, fertig – Mutter und Vater können ihr Kind direkt überwachen. Außerdem packt der Anbieter den Käufern noch sogenannte Premiumfunktionen in den Lieferumfang, u. a. Nachtlicht, Gegensprechfunktion und Schlaflieder abspielen per MP3. Weitere Informationen: www.nuk.de

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