News, Trends und Stories aus der Start-up-Szene

Eiweiß-Alternative für die Lust auf Süßes

Mit dem auf Hühnereiweiß basierenden Produkt „Eiweiß-Fluff“ ist das aus München stammende Start-up Pumperlgsund derzeit zwar noch nicht in aller Munde, doch die Zahl seiner Kunden wächst kontinuierlich, wenn man den Verlautbarungen des Unternehmens Glauben schenkt. Kein Wunder, bieten sich mit dem Eiweiß-Fluff ungeahnte Möglichkeiten, leckere Desserts aus dem steif geschlagenen Eischnee zu zaubern. So können unter anderem Muffin-Cremes, Dessertcremes, Eis-Fluffs, Makronen, Mousse, Vanillekipferl, Waffeln und vieles andere mehr hergestellt werden. Doch auch die Liebhaber herzhafter Speisen kommen auf ihre Kosten. Auf ihrer Homepage stellen die Münchener ihren Kunden jede Menge Kochrezepte zur Verfügung, so zum Beispiel für Pizzen, Burger, Schinken-Käse-Gratins, Pfannen- und Auflaufgerichte und verschiedene Suppen.

Dabei können die Kunden stets zwischen Eiweiß aus biologischer Erzeugung oder Freilandhaltung wählen. Zum Süßen bietet das Start-up ebenfalls eine Alternative zu Rüben- bzw. Rohrzucker an: Der Austauschstoff Erythrit wird durch Fermentation aus Mais gewonnen – natürlich in Bio-Qualität. Laut Angaben des Unternehmens enthält Erythrit weder Zucker, chemisch synthetisierte Süßstoffe, Aromen oder Zusätze. Allerdings kann das Pulver – ähnlich wie andere Zuckeraustauschstoffe – bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Schließlich können die Kunden im Shop zur geschmacklichen Aufwertung verschiedene Fruchtpulver wie Erdbeere oder Mango sowie Schokopulver und verschiedene Siruparten erwerben.

Mehr als 300.000 Portionen dieser neuartigen Süßspeise landeten bereits auf deutschen Tellern, und über 3 Millionen Menschen haben sich bereits auf dem YouTube-Kanal von Pumperlgsund umgesehen. Auch Frank Thelen glaubt an die Erfindung: Der Investor aus der Vox-Sendung „Die Höhle des Löwen“ investierte vor zwei Jahren eine halbe Million Euro in das Start-up. Es sieht ganz danach aus, als ob sich sein Investment bezahlt macht. Nicht zuletzt deshalb, weil Ende Oktober ein Follow-up bei Vox über das Unternehmen zu sehen war. Dann haben wieder mehr als drei Millionen Zuschauer etwas über den „Eiweiß-Fluff“ erfahren und die Nachfrage nach der kalorienarmen Alternative zu Desserts und anderen leckeren Gerichten dürfte weiter zunehmen. Ein erfolgversprechendes Konzept also, dass in Zeiten des Schlankheits- und Diätwahns viele Freunde und Abnehmer finden dürfte. Bestellen können Sie das Produkt auf www.pumperlgsund.info.

Umziehen leicht gemacht

Das im Jahr 2017 in den Niederlanden gegründete Start-up ScanMovers hat sich zum Ziel gesetzt, den bisher eher intransparenten und stark fragmentierten Markt für Umzüge leichter für Verbraucher zugänglich zu machen. Dank einer innovativen Software erlaubt es die Online-Plattform ihren Nutzern, schnell und unkompliziert das für sie passende Umzugsunternehmen unter dem vielfältigen Angebot mehrerer hundert Anbieter herauszufinden. Das erspart Umzugswilligen jede Menge Zeit und natürlich auch Geld. Beides ist in den Tagen eines Umzugs ja oft knapp, und das rasante Wachstum der Firma zeigt, dass hier offenbar ein Nerv der Kundschaft getroffen wurde.

Mit mehr als 150 teilnehmenden Unternehmen und mehreren tausend zufriedenen Kunden hat sich ScanMovers nach nur zwei Jahren bereits als Marktführer in den BeNeLux-Staaten etabliert. Das Unternehmen macht es seinen Kunden leicht: In nur drei Schritten erhält derjenige, der einen Umzug plant, verbindliche Angebote mit exakt definierten Leistungen. Doch das ist noch nicht alles: ScanMovers bietet seinen Kunden auch zusätzliche Artikel an, mit denen der Umzug reibungslos über die Bühne geht. Dazu zählen beispielsweise die klassischen Umzugskartons, aber auch Utensilien wie Folien, Umzugsdecken, Abdeckplanen, Tapes und vieles andere mehr. Zudem können Umziehende eine Versicherung gegen eventuelle Transportschäden und ähnliche unvorhersehbare Ereignisse abschließen. Zu guter Letzt findet man auf der Webseite des Unternehmens zahlreiche Städtebeschreibungen für Orte wie Aachen, Bocholt, Duisburg, Köln und viele weitere in Nordrhein-Westfalen sowie Österreich und den Niederlanden. Mehr Infos auf www.scanmovers.com/de.

Start-up-SAFARI in Köln

Wer immer schon einmal hinter die Kulissen der lokalen Start-up-Szene Kölns schauen wollte, wurde jüngst bei der Start-up-SAFARI in der Domstadt fündig. Ob Investoren, Unternehmer, Kreative, Gründer, Jobsuchende oder Studenten – sie alle konnten sich vom 24. bis zum 26. Oktober ein genaueres Bild über die aktuellen Trends in der lokalen Start-up-Szene am Rhein machen. Mehr als 100 Start-ups nahmen an der Veranstaltung teil und präsentierten rund ebenso viele sogenannte „Sessions“, in denen die Vortragenden ihre Ideen und Innovationen aus unterschiedlichsten Themenfeldern präsentierten. Die Themengruppen dieses Jahr widmeten sich unter anderem „Health & Fitness“, „Marketing & Media“, „How to startup“, „Sustainability & Smart City“, “AI & Automation”, „Travel & Mobility” und den offenen Sessions, die von Institutionen wie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, der Wirtschaftsförderungs GmbH KölnBusiness sowie der Organisation World Business Dialogue abgehalten wurden.

Insgesamt fanden mehr als 1.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland ihren Weg in die Domstadt und tüftelten über innovative Ideen und die Möglichkeiten, sich damit unternehmerisch zu betätigen. Das Event war bewusst dezentral organisiert worden, sodass sich die Veranstaltungsorte zu den einzelnen Panels über die ganze Stadt verteilten. Neben der obligatorischen Einführungs- und Begrüßungsveranstaltung hatten die Teilnehmer während verschiedener Get-together- Events die Möglichkeit, einander kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Veranstalter hatte im Vorfeld nicht nur Start-ups und Gründer zur Teilnahme aufgerufen, sondern auch an etablierte Unternehmen appelliert, an der Start-up-SAFARI teilzunehmen. Der frische Wind, der an jenen Tagen durch Köln wehte, kam nämlich auch denjenigen Firmen zugute, die ihre internen Arbeits- und Organisationsstrukturen einmal überprüfen und sich über neue Möglichkeiten der Unternehmenssteuerung informieren wollten. Alles in allem also eine runde Sache, die zudem eine hohe Strahlkraft auf die Region hatte. Daran sollten sich andere Städte auf jeden Fall ein Beispiel nehmen. Mehr Infos zum Kongress finden Sie auf www.cologne.startupsafari.com.

Ärger bei Flaschenpost

Der Getränkelieferant Flaschenpost mit Sitz in Münster ist eines der erfolgreichsten Start-ups der letzten Jahre. Dank ihrer genialen Idee, Getränke ohne explizit aufgeführte Mehrkosten und innerhalb von nur zwei Stunden an ihre Kunden – egal in welchem Stockwerk diese wohnen – auszuliefern, haben die drei Münsteraner Gründer den deutschen Getränkemarkt bereits ordentlich aufgemischt. Schon stehen die Konkurrenten wie Durstexpress, der vom milliardenschweren Oetker-Konzern auf die Beine gestellt wurde, in den Startlöchern, um sich einen satten Anteil des auf gut 50 Milliarden Euro schweren Marktes für Getränke hierzulande zu sichern. Kein Wunder, dass Flaschenpost daher alles daransetzt, möglichst schnell zu wachsen und das Terrain gleich zu Beginn abzustecken. Doch wie weit dürfen die Firmenlenker dabei gehen? Immer wieder werden Meldungen über unzumutbare Arbeitsbedingungen bei dem rasant wachsenden Getränkelieferservice bekannt. Der jüngste Vorwurf von Mitarbeitern: Das Unternehmen zeichne in seinen Lagerhallen mit mehreren Überwachungskameras minutiös das Verhalten der Mitarbeiter auf. Zudem gebe es Druck von Vorgesetzten, wenn ein Mitarbeiter einmal eine Pause machen wolle. Schließlich herrsche, so verschiedene Quellen, ein permanenter Leistungsdruck, bei dem vermeintlich leistungsschwächere Mitarbeiter ruckzuck ausgewechselt würden.

Flaschenpost selbst verteidigt den Einsatz der Kameras und die durchgängige Ausleuchtung seiner Logistikzentren mit dem Verweis auf mögliche Diebstähle und Einbrüche. Zudem würden die Aufnahmen nicht ausgewertet, um daraus Rückschlüsse über die Leistung der Mitarbeiter zu ziehen. Schließlich habe man auch keinerlei Probleme mit Mitarbeitern, die Ware stehlen würden. Die Videoaufzeichnungen dienten somit lediglich der Prävention und Beweissicherung. Alles in Ordnung also, könnte man meinen. Dennoch: Ein schaler Beigeschmack bleibt, denn schließlich ist es nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen hat. Im Sommer machten Meldungen die Runde, nach denen die von der Firma zur Verfügung gestellte Arbeitskleidung nicht ausreichend sei, um oft genug gewechselt werden zu können. Dann müssten Mitarbeiter entweder täglich waschen oder das verschwitzte Shirt wieder anziehen. Auch Klimaanlagen sollen in den Auslieferungsfahrzeugen eher Mangelware sein. Ein rabiater Umgang seitens der Unternehmensführung kommt wohl auch zum Tragen, wenn Mitarbeiter öffentlich Kritik an ihrem Arbeitgeber äußern: Einem Studenten wurde nach einem Interview mit dem WDR innerhalb weniger Tage die Anstellung gekündigt. Bleibt zu hoffen, dass es sich hierbei nur um Einzelfälle handelt. Schließlich ist das Fischen im Trüben keine Disziplin, welche die Kunden im Allgemeinen mit Applaus quittieren. Weblink: www.flaschenpost.de

Blockchain so simpel wie Google?

Die Blockchain-Technologie erlaubt es Unternehmen, komplizierte Prozesse manipulationsgeschützt und transparent abzubilden. Hierfür benötigen sie entsprechende Software, die sie in ihre Abläufe integrieren können. Ein Unternehmen, das ihnen dabei hilft, ist das im Jahr 2017 von Alexey Utin, Christopher Zapf und Martin Kreitmair gegründete Start-up Tangany. Die drei Blockchain-Experten entwickelten ein Tool, mit dem die von ihnen betreuten Unternehmen eine zuverlässige Wallet as a Service-Lösung erhalten. Ähnlich wie bei Software as a Service ist auch die Walletlösung von Tangany cloudbasiert. Dadurch erhalten die Unternehmen eine Schnittstelle zur Integration ihrer unternehmensinternen Prozesse und können so auf die Module von Tangany zugreifen. Diese Module beinhalten zum Beispiel das Tangany Private Key Management für die sichere Speicherung von Informationen in der Cloud, einen Transaction Builder und eine stabile Node-Infrastruktur, die Public und Private Blockchains unterstützt und den Zugriff darauf ermöglicht. Mit Hilfe dieser Lösung kann jedes Unternehmen, das digitale Prozesse sicher abwickeln möchte, von den Eigenschaften dieser Technologie profitieren und darüber hinaus auch autonom entscheiden, wie und in welchem Umfang die Blockchain-Technologie in das jeweilige System integriert wird. Das Beste daran: Die Kunden von Tangany benötigen hierfür keine speziellen Vorkenntnisse, denn eines der wesentlichen Ziele der drei Gründer war es, die Nutzung dieser Technologie so einfach wie möglich zu machen – so wie Google eben. Der Erfolg scheint ihnen Recht zu geben: Schon im kommenden Jahr wollen sie die Schallgrenze von 100 betreuten Kunden knacken. Mehr Infos hierzu auf www.tangany.com.

Facebook kauft Start-up zur Gedankensteuerung

Der Facebook-Konzern kauft weiter technologiebasierte Start-ups ein. Jüngstes Objekt der Begierde der Kalifornier ist das Unternehmen Ctrl-Labs, das sich mit der Steuerung von Geräten durch die Kraft der Gedanken befasst. Dabei setzt das Unternehmen auf ein Armband, das Nervensignale, die vom Gehirn ausgesendet werden, auf ihrem Weg zu den entsprechenden Muskeln erkennen kann und in entsprechende Computerbefehle umwandelt. Auch Facebook selbst experimentiert bereits seit geraumer Zeit mit solchen Modellen. So berichtete Facebook im Jahr 2017 von Überlegungen, Sensoren zu entwickeln, mit denen sich Textnachrichten direkt aus dem Gehirn mit dem Smartphone oder einem anderen Gerät schreiben lassen. Nach öffentlicher Kritik wurde es erst einmal still um das Projekt, doch es sieht ganz danach aus, als greife Facebook diese Idee nun wieder auf, wenn auch auf einer anderen technologischen Basis. Man darf gespannt sein, wann das erste, rein durch Gedankensteuerung zu betätigende Gadget in diesem Bereich auf den Markt kommt.

Photo by Annie Spratt on Unsplash

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