Vorreiter in Sachen Service und Nachhaltigkeit: Jeans Made in Germany

Nach wie vor gibt es viele Konsumenten, die ihre Garderobe den Vorgaben der Mode-Industrie anpassen. Sie kleiden sich ständig neu ein, um immer die neuesten Modelle tragen zu können. Dass diese billig produziert werden müssen, damit die Angelegenheit nicht zu kostspielig wird, ist klar.

Doch der Gegentrend wird immer stärker: Weg von der Wegwerfmentalität hin zur Nachhaltigkeit. Nicht nur Familien mit kleinen Kindern greifen zu Kleidung aus Biobaumwolle, die ohne chemische Zusatzstoffe gefertigt wurde. Auch junge Erwachsene kaufen vermehrt die hierzulande gefertigte Kleidung, obwohl sie teurer angeboten werden muss.

Der Ursprung der Jeans ist Deutsch

Es war der aus Deutschland ausgewanderte Löb Strauß, der die allerersten Jeans fertigte. 1847 ging er nach Amerika, änderte seinen Namen in Levi Strauss und begann damit, Goldgräber mit passender Arbeitskleidung zu versorgen: Der Jeans. Das Material dafür kam aus Italien, aus der Stadt Genua (französisch Gênes) – was die Amerikaner zu „Jeans“ machten. Als zeitloser Klassiker unter den Jeansmodellen gilt übrigens die von ihm designte Levi’s 501.

Die Herstellung der Jeans wurde immer umweltschädlicher

Auch die ersten Modelle wurden mit einem Rohstoff genäht, der um den halben Globus geflogen war. Doch erst in den 1980er Jahren, als die Konsumenten die klassische Blue Jeans nicht mehr tragen wollten, kam es zu Entwicklungen, die auch die am Wertschöpfungsprozess Beteiligten gefährdeten: andere Farben sollten es sein und Waschungen mussten her.

Der Herstellungsprozess einer modernen Jeans findet in verschiedenen Ländern rund um den Globus statt. Der Rohstoff kommt aus China, Indien, den USA und Pakistan. Der aus Baumwollfäden gewebte Stoff wird zum Fertigen der Jeans in Billiglohnländer wie Bangladesch oder den Philippinen geflogen.

Dort ist es außerdem erlaubt, die bei den Konsumenten beliebten Waschungen in den Stoff einzuarbeiten. Die Hosen werden chemisch oder mechanisch gebleicht, Effekte wie stone washed, moon washed oder mouth washed werden mithilfe von Sandstrahlern erreicht. Diese Prozedur allerdings verursacht nachweislich Silikose – und kann für den Arbeiter tödlich enden. Außerdem wird für die Veredelung enorm viel Wasser verschwendet.

Deutsche Hersteller gehen mit gutem Beispiel voran

Obwohl die Produktion in Deutschland teurer ist als die in Fernost, entscheiden sich immer mehr Hersteller bewusst dazu, regional zu fertigen. Dabei ist ihnen außerdem die Verwendung lokaler Produkte, die faire Vergütung von Arbeitskräften und der korrekte Umgang mit der Umwelt wichtig.

Dies sind einige der Vorreiter, die Jeans mit dem Qualitätskriterium Made in Germany marktfähig machen.

Manomama

Dieses Unternehmen produziert „vom Garn bis zur Naht in Deutschland“. Die Mitarbeiter, vielfach Menschen, die in der modernen Leistungsgesellschaft keinen Platz haben, stellen zu fairen Löhnen von mindestens 10 Euro die Stunde Jeans und andere Kleidungsstück her. Mit Rohstoffen, die zu fast 100 Prozent aus der Region kommen, werden auch alle Produktionsschritte komplett in Deutschland vorgenommen. Auch die Ökologie ist dem Unternehmen sehr wichtig: Auf Erdöl, was für den Stretch-Effekt in Geweben sorgt, wird ebenso verzichtet, wie auf Elasthan, Elasthomere und Chemikalien. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen mehrfach – unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

Die Jeans

Transparenz ist dieser Firma, die damit wirbt, dass sie zu 100% Made in Germany anbietet, besonders wichtig. Die Rohstoffe kommen aus Deutschland und Italien, auch die Applikationen wie Reißverschlüsse und Nieten kommen von hier. Die handgefertigten Jeans werden ganz nach Maßwunsch des Kunden geschaffen.

Manana

Auch in diesem Atelier in Berlin können Jeans maßgeschneidert angefertigt werden. Regionale Lieferanten bringen die Stoffe, Garn und Zubehör kommen ebenfalls aus Deutschland und werden auch hier hergestellt. Entwickelt und genäht wird die Jeans in Berlin. Der Stoff kann mit oder ohne Elasthan gewählt werden, die Farbe und die Dicke des Stoffes können ebenfalls vom Kunden ausgesucht werden.

Geniestreich Jeans

Die Bio Jeans Made in Germany werden mit Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau gefertigt. Diese kommt aus der Türkei, ist GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifiziert und wird von gelernten Fachkräften verarbeitet. Auch die Jeans von Geniestreich sind individualisierbar.

Blaumann Jeanshose

Gefertigt wird die Blaumann Jeanshose zu 100 Prozent in deutschen Konfektionsbetrieben – traditionell und zu hoher Qualität. Da die vier Gründer vor allem ihrem Anspruch an Nachhaltigkeit gerecht werden wollen, stammen auch die neben dem Denim benötigten Materialien wie Nieten, Knöpfe und Garn aus Deutschland. Der Stoff allerdings wird aus Japan importiert.


Bildnachweis: Shutterstock.com

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