So liegt den Deutschen Made in Germany am Herzen

Vielleicht ahnten Sie es: Die Mehrheit der deutschen Verbraucher bevorzugt Made in Germany. Dies fand das Marktforschungsunternehmen Mintel heraus. Sollen Nahrungsmittelverpackungen über die Herkunft informieren? Bevorzugen die Menschen kleine oder große Anbieter? Auch auf diese und andere Fragen antworteten die Teilnehmer der Studie.

Wie so oft ist es eine Umfrage, die den Stand der Dinge in Wirtschaft und Gesellschaft preisgibt – in diesem Fall geht es unter anderem darum, wie Verbraucher „Made in Germany“ annehmen. Einer Studie von Mintel unter 1.000 Verbrauchern in Deutschland zufolge sorgt die deutsche Herkunftsbezeichnung für Vertrauen. So akzeptieren 56 Prozent der Befragten ein Unternehmen vor allem dann, wenn es hierzulande produziert. Insbesondere Frauen – 58 Prozent – sind dieser Meinung, bei den Männern sind es 53 Prozent.

„Made in Germany" wichtig für Kaufentscheidung

In puncto Nahrungsmittelquelle ziehen 53 Prozent der Deutschen solche Waren vor, deren Verpackung benennt, was in ihnen steckt. Vor allem sind dies junge Leute: 59 Prozent der 16- bis 24-Jährigen greifen eher zu einem Produkt mit Herkunftsinformationen; bei den 35- bis 44-Jährigen finden 47 Prozent diese Details wichtig.

Julia Büch, Food/Drink-Analystin bei Mintel, kommentiert die Studienresultate: „Made in Germany" ist ein wichtiger Faktor in der Kaufentscheidung für viele Deutsche, da es für hohe Qualität und ausgezeichneten Geschmack steht. Deutsche Verbraucher wollen wissen, woher ihre Nahrungsmittel kommen, woher Zutaten kommen, und wie sie hergestellt werden.“

Zu viele Details stören Verbraucher

Allerdings meiden zahlreiche Menschen einen Artikel mit zu vielen Informationen auf der Verpackung. 32 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, ein Produkt, das eine Menge Details und sehr viele Zutaten aufzeigt, nicht ohne Weiteres zu unterstützen.

Darüber hinaus kann die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie in Deutschland auf das Vertrauen von knapp der Hälfte der Verbraucher bauen. Denn 48 Prozent der Menschen gehen davon aus, dass hiesige Nahrungsmittel und Getränke sicher produziert werden. Zum Vergleich: In Polen empfinden nur 37 Prozent der Konsumenten dieses gute Gefühl. In Italien glauben sogar nur 27 Prozent der Verbraucher, dass Ess- und Trinkwaren unbedenklich zu verzehren sind.

Kleine eher als Große; ein Fehler ist okay

Zudem ist das Ergebnis interessant, dass die Menschen hierzulande den Kleinen eher Vertrauen schenken als den Großen. So bekennen sich 41 Prozent der Befragten eher zu kleineren Unternehmen Made in Germany, und nur zwölf Prozent bevorzugen die „Big Player“. Vor allem ältere Menschen – 45 Prozent der Konsumenten über 55 Jahren – wählen kleinere Anbieter.

Falls einem Unternehmen ein Fehler unterläuft, sind die Deutschen eher milde gestimmt und bei dessen Reue auch bereit, zu verzeihen. 42 Prozent der Verbraucher finden, solange eine Firma einen Ausrutscher einsieht und sie entschädigt, sei dies zu entschuldigen. Insbesondere junge Konsumenten, 47 Prozent, sind nach eigener Auskunft nachsichtig mit einem Anbieter, wenn dieser seinen Fehler rasch ausbügelt.


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