Gefahr im Kinderzimmer? So spielen Kids unbeschwert

Es lauern Gefahren im Spielzeug: Viele Plüschtiere, Plastikteile und andere Dinge tragen krankmachende Chemikalien in sich. Wahrhaftige Bedrohungen im Kinderzimmer, die gut maskiert daherkommen. Zahlreiche dieser Produkte stammen aus Asien, meist aus China. Für Eltern ist es wichtig, vertrauenswüdige Artikel für die Kleinen zu kaufen. Zunehmend gelangen Waren verantwortungsvoller deutscher Hersteller in die Spielzeugwelt.

Von außen bunt, schön oder lustig anzuschauen, entpuppen sich viele Spielwaren als bedrohlich. Im Jahr 2014 mussten laut Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) EU-weit 650 Spielzeuge vom Markt herunter, weil sie zu stark von Chemikalien belastet waren. Zudem ist die Dunkelziffer von schädlichen Gütern in diesem Bereich noch höher, da nur wenige Produkte in unabhängigen Prüflaboren landen. 

Welche Pflichten haben Anbieter?

Für Verbraucher wirkt sich problematisch aus, dass zwar Grenzwerte für bestimmte Chemikalien gelten, doch viele Hersteller diese nicht einhalten. Darüber hinaus legt die EU bei Stoffen teils die Messlatte zu hoch, um Kinder effektiv vor Gesundheitsschäden zu bewahren. Auch gibt es im Bereich der Badeartikel oder Karnevalssachen Güter, die nicht als Spielzeug gelten und bei denen nicht einmal die „lockeren“ Grenzwerte der europäischen Spielwarenrichtlinie greifen. 

Ferner unterliegen Hersteller nicht der Pflicht, auf ihre Produkte Angaben zu drucken, inwiefern die inneren Werte ihrer Waren bedrohliche Chemikalien aufweisen. Der Nachteil für Verbraucher, die verantwortungsvoll einkaufen wollen: Sie stehen im Spielzeugladen ratlos vor dem Angebot, denn ohne Weiteres könne sie einen belasteten nicht von einem schadstofffreien Artikel trennen. 

Doch es gibt auch Möglichkeiten, aktiv zu werden: Bereits seit 2006 haben Kunden das Recht, bei Herstellern nachzufragen, ob umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien in Waren enthalten sind. Und die Firmen sind verpflichtet, innerhalb von 45 Tagen auf solche Anfragen zu antworten. 

Wie dem auch sei – die Kids haben beim Spielzeug oft das Nachsehen. Untersuchungen zeigen auf, dass die Schadstoffe, die sich im Umfeld der Kinder befinden, auch in ihre Körper gelangen. Da sie noch wachsen, reagieren sie sensibler auf diese Belastungen als Erwachsene. So können Allergien und hormonell bedingte Erkrankungen bei ihnen auftreten. Außerdem erkranken hierzulande Kinder mit steigender Tendenz an Krebs, die Ursachen sind unklar. In vielen Fällen kommen die Kleinen durch belastete Spielwaren in Kontakt mit krebserregenden Substanzen.

Vorsicht bei Spielzeug aus Weichplastik

Laut der Zeitschrift Okö-Testhält jedes fünfte Spielzeug aus Weichplastik die gesetzlichen Grenzwerte für Phthalat-Weichmacher, kurzkettige Paraffine und bzw. oder Bisphenol A nicht ein. Zu diesem Resultat gelangten Kontrollen in 16 EU-Ländern, darunter Deutschland. Von rund 250 untersuchten Spielwaren erwiesen sich besonders Plastikpuppen sowie Bade-, Quietsch- und aufblasbares Spielzeug als auffällig. Hingegen seien Plastikbücher nicht belastet. Bei der Auswahl des Spielzeugs nahmen amtliche Tester vor allem billiges Spielzeug und Produkte unter die Lupe, bei denen Pflichtangaben oder Warnungen nicht in Gänze vorhanden waren oder völlig fehlten. 

Öko-Testweist darauf hin, dass Spielzeug aus Weichplastik sich immer wieder als belastet entpuppt. Zu erkennen sind solche Artikel einfach, denn Weichplastik kann man mit dem Fingernagel eindrücken. Wer in puncto Phthalat-Weichmacher sicher sein will, kann zudem beim Kauf nach Angaben wie „PVC-frei" und „Phthalat-frei" schauen. Auch Spielzeug mit dem spiel-gut-Zeichen ist PVC-frei. Als die gesünderen Puppen erweisen sich im Vergleich mit Plastikpuppen Modelle aus Stoff, denn meist sind sie weniger belastet.

Warnung vor ungesunden Spielsachen

Im Jahr 2015 warnte der BUND in seiner Untersuchung „Achtung: Spielzeug!“ vor bestimmten Spielwaren. Er hatte in einer Stichprobe neun Produkte testen lassen – sechs darunter wurden in China, zwei in Italien und eins in Indien produziert. Das Resultat: In acht davon fand das Labor gesundheitsschädliche Chemikalien – darunter Phthalate, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Nonylphenolsowie Toluol.

In dieser Publikation informiert der BUND darüber, dass rund 70–80 Prozent der weltweiten Spielwarenherstellung chinesischer Herkunft sind. Und somit ist über die Hälfte sämtlicher Spielzeuglieferungen nach Deutschland aus China. Auch deutsche Unternehmen, z. B. die Simba Dickie Group, halten die chinesische Spielsachenfertigung mit ihren Aufträgen am Laufen. Wobei Firmen wie diese dafür sorgen könnten, dass Artikel schadstofffrei auf den Markt gelangen. Billiges Plastikspielzeug aus der Volksrepublik ist neben der Chemikalienbelastung häufig einfach schlecht hergestellt. Nicht zuletzt leiden oftmals die Umwelt und die in den Fabriken arbeitenden Menschen unter den Nachteilen der Produktionsbedingungen in Asien. 

In der Untersuchung wiesen fünf von neun geprüften Produkten Phthalate auf. In hohem Maße war Diethylhexylphthalat (DEHP) darunter, das die Entwicklung der Sexualorgane belasten kann. Laut der REACH-Verordnung der EU sind die Weichmacher DEHP, DBP und BBP in allen Spielzeugen und Babywaren verboten. Die Weichmacher-Phthalate DINP, DIDP und DNOP sind untersagt, wenn ein Artikel von Kindern in den Mund gesteckt werden kann.

Außerdem brachte die Analyse des BUND an den Tag, dass sich in sechs von neun Produkten PAK befand. Aufgrund des krebserzeugenden Potentials dieser Verbindungen und der anwachsenden Krebsraten unter Kindern dürfen dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge selbst geringe PAK-Belastungen nicht in Waren für die Kleinen vorkommen. 

Ferner stieß das Labor in Spielartikeln auf Nonylphenol, das unter anderem als Stabilisator in Kunststoffen genutzt wird. Aufgrund seiner hormonellen Wirkung wird Nonylphenol von der EU als besonders besorgniserregender Stoff gelistet. Als Anhaltspunkt: GOTS-zertifizierte Textilien (GOTS: Global Organic Textile Standard) müssen einen Grenzwert für Nonylphenol von 20mg/kg einhalten.

Und dann noch Toluol – ebenfalls in einigen Testprodukten enthalten, kommt es grundsätzlich als Lösungsmittel etwa in Farben und Klebern vor. Die leicht flüchtige Chemikalie birgt die Gefahr des Einatmens. Kommt Toluol in größerer Menge vor, kann es dem Gehirn schaden. Studien informieren darüber, dass dieser Stoff sich zudem negativ auf die Fortpflanzung oder die hormonelle Entwicklung auswirken kann.

Siegel des Vertrauens

Doch diesen „Chemieballast“ können Verbraucher bei einem verantwortungsvollen Einkauf umgehen, denn seit vielen Jahren helfen Prüfsiegel bei der Auswahl unbedenklicher Produkte, darunter diese:

Geprüfte Sicherheit (GS): staatliches Siegel für Spielzeug, das zertifizierte Prüfstellen (etwa TÜV Rheinland, TÜV Süd) verleihen. Das GS-Zeichen testet insbesondere, ob gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte gewahrt werden. Der BUND hegt hier Bedenken, wie er es auch bei der Gesetzgebung tut, die er als teils lückenhaft kritisiert. Dennoch weist GS in eine gute Richtung: Seit Juli 2015 unterliegt dieses Siegel rigideren Grenzwerten für 16 Verbindungen unter PAK als dies gesetzlich vorgesehen ist. 

TÜV Rheinland: privates, weltweit aktives Prüfunternehmen, das viele Siegel vergibt, etwa „Schadstoffgeprüft“. Der TÜV definiert die Kriterien für jedese seiner Prüfzeichen unterschiedlich. 

spiel gut: gemeinnütziger Verein, in erster Linie finanziert durch den Verkauf von Ratgebern, der insbesondere den pädagogischen Wert eines Spielzeugs bewertet. Schadstoffprüfungen bleiben außen vor. Seit Juli 2005 erhalten Spielzeuge aus PVC nicht mehr dieses Siegel. Doch die davor vergebenen Prüfzeichen werden nicht nochmals beurteilt.

GOTS: Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist eine weltweit verbreitete Richtlinie bei der Fertigung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Dieser Standard zielt darauf ab,  Kriterien für eine nachhaltige Herstellung von Textilien festzulegen, beginnend bei der Gewinnung textiler Rohfasern über umweltverträgliche und sozial verantwortliche Herstellung bis zum Label auf den Endprodukten. Bei Waren mit diesem Siegel dürfen Kunden sicher sein, Unbedenkliches zu kaufen. 

Außerdem signalisieren folgende Siegel beim Kauf von Spielzeug, dass Gutes vorliegt:SAO (Soil Association Organic Standard), Öko-Tex Standard 100, Blauer Engel, Stiftung Warentest, kbA (kontrolliert biologischer Anbau), kbT (kontrolliert biologische Tierhaltung) sowie IVN Best (IVN: Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft).

CE-Kennzeichnung

Bei diesem Label ist eine Einschränkung zu beachten, denn CE ist kein Prüfsiegel, sondern eher ein„EU-Reisepass“ für Waren. Somit garantiert das Zeichen nicht die Sicherheit von Spielzeug. Mit CE versehene Waren darf jeder EU-Mitgliedstaat auf den Markt bringen. In der Regel druckt ein Hersteller selbst dieses Label auf seine Artikel. So kann er schnell und einfach, aber oberflächlich belegen, dass er (angeblich) alle Sicherheitsparameter erfüllt. Tatsächlich zeigt die Realität ein anderes Bild: Manche Spielzeuge mit CE-Siegel weisen Schadstoffe weit über den gesetzlichen Grenzwerten auf.

Hochwertige Spielewelt Made in Germany

Für viele Eltern und andere Verbraucher gibt es diese gute Nachricht in puncto Spielwarenkauf: In zunehmendem Maße kommt Unbedenkliches für Kinder auf den Markt, denn immer mehr Unternehmen fertigen okologisch hochwertige und geprüfte Produkte, über die sich die Kleinen wirklich freuen können. Die folgenden Anbieter sitzen und produzieren in Deutschland:

Holzspielzeug von Grimm’s

Ökologisch hochwertige Spielwaren aus Holz kommen aus dem Hause Grimm’s in Hochdorf am Rande der schwäbischen Alb. Die Geschichte der Holzmanufaktur begann 1978, seit 2006 firmiert sie unter Grimm´s Spiel und Holz Design.

Laut Eigenaussage kreiert diese Firma „beständiges Holzspielzeug, dessen reduziertes Design viel Raum für die Entwicklung der kindlichen Kreativität lässt“. Die hauseigene Produktentwicklung bringt Unikate hervor, die Natur pur verkörpern – mit Holzmaserung und individueller Farbgebung. Die sanften Farblasuren und pflanzlichen Öle bringen die Oberfläche des Holzes in puncto Struktur und Haptik besonders zur Geltung. Laut Webseite des Anbieters erhält der Kunde so „eine typisch raue und doch samtige Holzoberfläche, die besonders bei Bauelementen zu einem größeren Spielwert beitragen, weil die einzelnen Holzteile nicht so leicht abrutschen“. Für diesen Mehrwert bürgt das Made-by-Nature-Siegel der Firma. Bei seinen Ideen lässt sich Grimm’s von der Waldorfpädagogik und ähnlichen Ansätzen, z. B. auch von Montessori, inspirieren. 

Diverse Spielwaren von Gollnest & Kiesel

An Babys und Kids richten sich die Produkte zum Bauen, Malen, Lernen, Spielen und Kuscheln der Firma Gollnest & Kiesel mit Sitz in der Nähe von Hamburg. Kinderherzen höher schlagen lassen Puppen, Kleinspielwaren, Musikalien, Spielsachen für Draußen und einiges mehr. Der Anbieter legt seinen Fokus darauf, dass alle Artikel absolut sicher sind und die Kleinen nicht gefährden.„Gerade in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten muss sich der Kunde auf gute Produktqualität, wirtschaftliche Rentabilität der eingekauften Ware und partnerschaftliches Verhalten des Lieferanten verlassen können“, sagt Geschäftsführer Gerhard Gollnest.

Gollnest & Kiesel versteht sich als Firma mit Verantwortung. So nimmt sie Holz für ihre Herstellung laut Eigenaussage nur an solchen Orten fort, wo es wieder nachwächst. Außerdem lebt dieses Unternehmen eine ökologisch wertvolle Idee aus: Es schenkt jedem Neugeborenen einen Baum. „Wir pflanzen in jedem Jahr jedem in Schleswig-Holstein neugeborenen Kind einen Baum“, so Geschäftsführer Fritz-Rüdiger Kiesel. „In diesem Jahr (2013) sind es ein paar mehr geworden. 60.000 Bäume sollen im Naturpark Hüttener Berge demonstrieren, dass wir nicht nur für uns Verantwortung tragen, sondern auch für die Lebensverhältnisse der nachfolgenden Generationen.“

Kuschelspielzeug von Sigikid

Im Jahr 1856gründete der Kaufmann Heinrich Scharrer in Bayreuth eine Niederlassung seines Nürnberger Geschäfts für Spiegel, Glasperlen und Perlspielzeug. Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich die Firma zunehmend auf Produkte für Kinder. Im Jahr 1968 schlug die Geburtsstunde der Marke Sigikid – die Firmenleitung entschied, sich auf Spielwaren in ansprechendem Design und mit hoher Qualität zu fokussieren. Die ersten Spielzeuge aus Eigenproduktion waren kleine Holzautos. Außerdem entstand eine Textilsparte. Seit 1970 fertigt die Firma auch Kuscheltiere – markant für Sigikid ist die naturalstische Darstellung der Tiere und ihre weiche und haptisch angenehme Form. 2018 feierte die Marke Sigikid ihr 50. Jubiläum.

Ab 2005 konzentrierte sich der Anbieter auf die Kreation und die Produktentwicklung. Wichtig ist ihm die nachhaltige Fertigung. Bevor sie in den Handel gehen, werden alle Waren mehrmals geprüft und von unabhängigen Testinstituten wiederholt auf internationale sowie die Sigikid-eigenen Standards hin gecheckt.

Das haptisch angenehme Kuschelspielzeug bezaubert durch ein einzigartiges Design und bietet für das Alter von 0 bis 6 Jahren eine „kindliche Lifestylewelt“. So lautet eine Maxime des Hauses: „Jedes Kind hat ein Recht auf gutes Kinderdesign.“ Besonders am Herzen lagen dem oberfränkischen Traditionsunternehmen immer schon Babyspielsachen, weil es für die Kleinsten besonders wichtig ist, mit hochwertigen Produkten zu spielen. 

Puppen von Nanchen Natur

Seit 1983 entstehen die niedlichen und weichen Nanchen-Puppen in einer kleinen Manufaktur in Kassel. Nana und Peter Sendke gründeten die Firma für Spielwaren mit „zeitloser Optik“, wie die Webseite informiert. Die Mitarbeiter bemalen die Gesichter der Puppen vor Ort. Dieser liebevollen Arbeit verdankt jedes Produkt sein besonders kindgerechtes Aussehen. Aus 250 Modellen für unterschiedliche Altersgruppen – vom Baby bis zum größeren Kind – kann der Kunde bei Nanchen Natur wählen. 

Für die Marke Nanchen Natur kommen ausschließlich Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) und kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) zum Einsatz.

Teddybären und Plüschtiere von Steiff

Ohne Zweifel ein klingender Name deutscher Spielzeugherstellung ist Steiff. Der deutsche Traditionsanbieter aus Giengen an der Brenzsagt über die eigene Produktion: „Für Kinder ist nur das Beste gut genug.“  Dieser Maxime folge man seit Generationen. „Alle Kuscheltiere, die wir produzieren und verkaufen, müssen daher allerhöchsten Ansprüchen in puncto Qualität, Sicherheit, Verarbeitung und Materialbeschaffenheit mehr als gerecht werden. Diesen Maßstab setzen wir über alle vorgeschriebenen internationalen Kontrollen und Tests“, heißt es auf der Webseite des Unternehmens. 

Alles begann mit Margarete Steiff um 1879 in ihrer kleinen Scheiderei. Sie erkämpfte sich gegen gesundheitliche und andere Widerstände ihren Erfolg im Leben und in der Geschäftswelt. Heute steht das Unternehmen glänzend da. Wobei Steiff sich immer wieder Neues ausdenkt – auch im großen Maßstab. So errichtete der Anbieter im Jahr 2005 auf dem Firmengelände das Erlebnismuseum „Die Welt von Steiff“. Es zeigt auf 2.400 qm Fläche eine animierte Traumwelt für Kleine und Große. 

Steiff gilt seit bald 140 Jahren als der deutsche Topanbieter für hochwertige Kuscheltiere. Im Reigen der zahlreichen kleinen und großen Gefährten zum Kuscheln finden sich auch klassiche Teddybären und Sammlerartikel. Die Waren des Traditionshauses unterliegen dem spiel-gut-Siegel und der ISO-9001-Zertifizierung. Außerdem sind die Spielartikel frei von Schadstoffen, weisen unbedenkliche Farben und hochwertige Materialien auf und liefern „feinste Plüschqualität“ mit unbedenklichen Füllungen.

Mal- und Bastelprodukte von Ökonorm

Das Unternehmen Ökonorm, mit Sitz in Dedeleben (Sachsen-Anhalt), hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1989 ökologisch hochwertigen Produkten verschrieben, die in Fertigung, Verwendung und auch bei der Entsorgung Mensch und Umwelt laut Eigenaussage „so wenig wie möglich schaden“. Schon bevor sie ihre Firma starteten, engagierten sich die Gründer im Umweltschutz sowie in gesellschaftspolitischer Hinsicht. 

Zum kindgerechten Spektrum des Anbieters gehören Fingerfarben, Wasserfarben, Malkreide, Knete und Modelliermasse, Klebstoffe und einiges mehr. Die Ökonorm-Waren erhalten vom Verbrauchermagazin Öko-Testregelmäßig die Noten „sehr gut" oder „gut“. Außerdem sind viele Artikel aus diesem Haus mit dem spiel-gut-Siegel ausgezeichnet. Mit der Marke nawaro bringt der Anbieter Naturprodukte ohne jegliche Schadstoffe auf den Markt. Es handelt sich um Waren aus nachwachsenden Rohstoffen, die weder die Umwelt noch die Ressourcen unserer Erde ausbeuten. Diese Produkte sind sogar „in ihren Bestandteilen kompostier- oder recyclebar“ und erweisen sich als „sparsam im Verbrauch“. 

Orientierungshilfe für den Kauf

Bei den hochwertigen Produkten verantwortungsvoller Anbieter aus Deutschland stellt sich die Frage: Sind solche Spielwaren überdurchschnittlich teuer? Allerdings sollte man beim höheren Preis eines guten Spielzeugs Made in Germany überlegen, dass das Geld in die gesunde Zukunft der Kinder fließt. Vielleicht ein Stück weniger wählen, aber dafür teurer zu kaufen ist besser, als irgendein ungesundes Teil zu erstehen. Zu bedenken ist auch, dass die Hersteller von billigem Spielzeug die Materialien oft nicht sorgfältig aussuchen, und dass Schadstoffkontrollen nur in wenigen Fällen stattfinden. Alternativ zu teurer Markenware bietet es sich außerdem an, im Secondhandladen – oder online auf Secondhandportalen – nach langlebigem, robustem und gesundheitlich unbedenklichem Spielzeug zu stöbern.

Grundsätzlich sollte es bei Spielzeug heißen: weniger ist mehr. Es empfiehlt sich bekanntlich nicht, Kindern zu viel zum Spielen zu geben oder ihnen nicht kindgerechte Waren zu schenken. Ratsam ist es, auf den Sinn, den Spielwert und den unbeschwerten Umgang mit den Sachen im Kinderzimmer zu achten. Qualitätsspielzeug Made in Germany erlaubt meist das, was Eltern und Kids sich unter gesundem Spaß vorstellen: null Schadstoffe, Sicherheit und Schutz. 

Letztendlich liegt es bei den Verbrauchern, insbesondere bei den Eltern, zu recherchieren und zu vergleichen, bevor sie schöne Dinge zum Spielen für die Sprösslinge kaufen. Zugegeben hat nicht jeder die Zeit und Nerven dafür, Produkte stundenlang unter die Lupe zu nehmen. Und selbstverständlich machen Endkunden nicht irgendwelche aufwendigen Tests.

Beim Spielzeugkauf zu beachten:

  • Pädagogisch vernünftig? Das Spiezeug sollte kreativen Spaß vermitteln und den motorischen Fähigkeiten des Kindes dienen.
  • Plastikspielzeug und Dreieckssymbol: Wenn im Dreieckssymbol auf dem Plastikprodukt eine 3 steht, ist PVC drin.
  • Muss es Plastik sein? Sinnvoller für Kids sind Artikel aus Holz oder Textilien. Unbehandeltes Holzspielzeug, z. B. Figuren, Bauklötze, Autos, Laster oder Loks etc., ist pädagogisch sinnvoll und erweist sich als gesundheitsschonende Alternative im Umgang. Allerdings ist darauf zu achten, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft kommt.
  • Riecht komisch? Riecht das Spielzeug irgendwie seltsam oder streng? Dann kommt es für den Kauf nicht infrage.Auch zugefügte Duftstoffe sind in Spielwaren überflüssig, denn sie dienen keinem Zweck, führen nur potenziell zu Allergien. Beim Online-Kauf gilt: bestellen, auspacken, am Produkt schnuppern und bei zweifelhaftem Geruch Retour schicken.
  • Färben Waren ab? Falls das Spielzeug abzufärben scheint, kann dies auf Schadstoffe hinweisen.
  • Gehen Teile ab? Lösen sich kleine Teile leicht vom Produkt, könnten Kinder diese verschlucken. Besser die Finger davonlassen.
  • Empfohlene Altersangaben und Warnungen: sind grundsätzlich zu beherzigen. 
  • Lackierte Gegenstände: Lack weist oft schädliche Stoffe auf. Daher empfiehlt es sich, eher unlackierte oder gewachste Spielwaren, z. B. Bauklötze, zu kaufen. Ebenso sollten es Verbaucher bei Buntstiften aus Holz halten, da die Kleinen sich diese gernin den Mund stecken und darauf kauen.
  • Hartplastik: Bausteine oder Figuren aus Hartplastik sind meist aus dem unbedenklichen Kunststoff ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer) – dies garantieren zumindest viele namhafte Hersteller. In Schadstofftuntersuchungen zeigten sich ABS-haltige Produkte in der Vergangenheit unauffällig.
  • Herkunft: Grundsätzlich empfiehlt es sich, hochwertige ArtikelMade in Germanyzu kaufen.
  • Prüfsiegel: Achten Sie beim Kauf auf die im Artikel genannten Siegel.

Bild von Cheryl Holt auf Pixabay

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