Automatisierung vs. Arbeitsplätze in Deutschland

Verlieren wir bald alle unsere Arbeit?

In der Arbeitswelt geht die Angst vor Robotern um. Das hat in den 80ern bereits angefangen, als via Arnold Schwarzenegger in dem mehrteiligen Kinohit Terminator die Vernichtung der Menschheit durch Maschinen vorhergesagt wurde. Zwar ist die Angst heute moderater. Aber die Befürchtung, Menschen könnten ihre Arbeitsplätze verlieren, weil die Abläufe ihres Betriebes automatisiert werden, ist ein immer wieder herauf beschworenes Szenario.

Aber ist diese Vorstellung realistisch? Es stimmt schon, einige von Menschenhand erledigte Jobs werden dem Roboteraufgebot, beziehungsweise der Automatisierung, beziehungsweise der Digitalisierung weichen. So zumindest behauptet es die OECD (Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ) (http://www.oecd.org/), die anhand einer Studie davon ausgeht, dass jeder fünfte Arbeitsplatz in Deutschland dadurch gefährdet sei.

50 Prozent der Arbeitsplätze überflüssig

In der Bundesrepublik gelten sogar mehr Jobs als gefährdet, als durchschnittlich in den OECD Ländern weltweit. Was schlicht daran liegt, dass Deutschland zwar in der Digitalisierung hinterher hinkt, aber in der Automatisierung in Europa weit vorne liegt, selbst global gesehen hat sich das Land unter den Top Ten der automatisierten Volkswirtschaften platziert. In anderen Studien wird sogar davon ausgegangen, dass bei 50 Prozent aller Arbeitsplätze weltweit der Einsatz von Menschen überflüssig werden könnte. Das ZEW (Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) (https://www.zew.de/) hingegen geht anhand einer anderen Studie davon aus, dass aus genau dem gleichen Grund in Deutschland 530.000 neue Arbeitsplätze entstehen sollten. Alles Ansichtssache?

Einsatz von Menschen überflüssig?

Im Prinzip sind sich beide Organisationen mit den Ergebnissen ihrer Studien einig, kommunizieren sie nur unterschiedlich: Es werden einige Arbeitsplätze verschwinden. Das klingt vorerst beängstigend. Oft sind es jedoch monotone Vorgänge oder gar gesundheitsschädliche, die automatisiert werden und den Einsatz von Menschen überflüssig machen. Was durchaus bedeutet, dass viele Jobs weg fallen, für die nur eine geringe Qualifizierung nötig ist. Dies sind allerdings auch Arbeitsplätze, über die vor 40 Jahren noch gesagt wurde, sie seien Menschen aufgrund ihrer Monotonie kaum zumutbar.

Mehr als ein Drittel der Jobs sind bereits in einer Transformation

Zudem stimmt die OECD durchaus auch in den Tenor des ZEW mit ein: Die Digitalisierung und Automatisierung vernichtet nicht nur, sondern schafft außerdem neue Arbeitsplätze. Bisher weisen alle Anzeichen sogar darauf hin, dass die Zahl der entstehenden Jobs die der weichenden übersteigen wird. Und in Deutschland werden sich um die 36 Prozent der Arbeitsplätze durch die Automatisierung in ihrer Art stark verändern. Was nur bedeutet, dass ein besonderes Augenmerk erstens auf die Weiterbildung gelegt werden muss und zweitens gilt es Menschen mit geringer Qualifikation, die ihre bisherige Tätigkeit aufgeben müssen, umzuschulen. Deshalb wird der Rechtsanspruch auf Umschulung und Weiterbildung als politisches Ziel diskutiert, um sicherzugehen, dass in der Automatisierung der Produktionen die Angestellten nicht als die Verlierer des Fortschrittes übrigbleiben,.


Das wäre vor allem dringend notwendig, da schon jetzt die Gehaltsschere zwischen höher qualifizierten Arbeitskräften und denen mit niedriger Qualifikation, die meist Arbeiten nachgehen, die in der Gefährdung durch die Automatisierung ganz oben auf der Liste stehen, weiter und weiter auseinanderklafft. Zu den Ausnahmen gehören Ärzte, deren Diagnosefähigkeiten und selbst in einigen Fällen Operationstechniken von Computerprogrammen und Robotern teilweise übertroffen werden. Trotzdem ist die Berufsgruppe natürlich nicht gefährdet: weder durch den Verlust des Arbeitsplatzes, noch finanziell. Die Art der Ausübung wird sich schlicht verändern und es bliebe mehr Zeit für Patienten. Es gilt allerdings in dieser und in allen anderen Sparten die Menschen auf ihre neuen Tätigkeiten vorzubereiten und ihnen die Möglichkeit zu gegeben, sich dem Arbeitsmarkt anzupassen.


Bildnachweise: Shutterstock.com /1.  fizkes/Frustrierte niedergeschlagene Freiberufler bekommen schlechte Nachrichten am Arbeitsplatz zu. 2. fizkes/Panoramabild Rückansicht weibliche Analytikerin sitzt am Schreibtisch mit Händen hinter der Kopfstütze nach produktiver Arbeit auf Laptop. 3. Mintybeaer/ junger Mann, der im Büro denkt. gestresster Geschäftsmann im Büro. 4. Uncle/Fred/Design/Roboter und Menschen, die sich für die Arbeitsöffnung. Stellt zukünftigen Arbeitsmarkt und künstliche Intelligenz dar.


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