Möbel und Küchen Made in Germany

Qualitätsmöbel aus Deutschland sind weltweit gefragt

Was früher die gute Stube war, ist in Deutschland heute die Küche. Da zeigen Gastgeber ihre besten Möbel und Accessoires vor. Wir sitzen mit Besuchern stundenlang bei Wein und Häppchen, während das Essen vor sich hin brodelt. Diese neue Entwicklung freut die Küchenhersteller und lässt sie hoffen. Aber wie sieht es wirklich in der Branche aus? Können Küchen und Möbel Made in Germany bestehen?

Exportrekord für Design Möbel Made in Germany

Generell geht es der Möbelindustrie in Deutschland gut. Im Inland schwächelte die Nachfrage in einigen Segmenten Ende 2017 ein wenig. Aber wie der Verband der Deutschen Möbelindustrie bekannt gab, wird dies durch ein Exporthoch von 32,5 % des Umsatzes durch Qualitätsmöbel aus Deutschland kompensiert.

Möbel aus Deutschland in Zahlen

Wie der Handelsverband Möbel und Küchen erklärt, kann der Möbel-, Küchen-, und Einrichtungsfachhandel für 2017 einen 0,5 % höheren Umsatz vermelden als im Vorjahr und liegt bei einem Jahresbruttoumsatz von 33,6 Mrd. Euro. Nach zuvor drei wachstumsstarken Jahren ist dies eine positive Konsolidierung für Möbel aus Deutschland.

Möbel und Küchen Made in Germany stagnieren auf hohem Niveau:

  • Das Statistische Bundesamt vermeldet für 2017 bei Küchen Made in Germany ein Minus von 3,3 % auf 3,9 Mrd. Euro Umsatz.
  • Büro-, Laden- und Objektmöbel liegen mit einem Plus von 0,8 % bei einem Umsatz von knapp 3,3 Mrd. Euro.
  • Matratzen hingegen verbuchen ein Umsatzminus von 2,9 % mit knapp 730 Mio. Euro Umsatz.
  • Die Polstermöbelindustrie, die ausschließlich in Deutschland produziert, muss mit einem Umsatzrückgang von 3,4 % zurechtkommen und hatte 2017 einen Umsatz von 810 Mio. Euro. Bei denjenigen, die auch im Ausland produzieren, sieht es ähnlich aus, wenn auch mit einem geringeren Umsatzrückgang.
  • Das Segment für sonstige Möbel freut sich über ein Umsatzplus von 2 % auf 6,1 Mrd. Euro. Das sind Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, Kleinmöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile. Besonders Massivholzmöbel aus Deutschland sind gefragt.

Wie geht es Möbel- und Küchenfirmen in Deutschland?

Leichte Einbußen für deutsche Möbelmarken

Im vergangenen Jahr gab es im Schnitt 492 Möbelfirmen in Deutschland, die ausschließlich im Inland produzieren. Aufgrund einiger Insolvenzen ging ihre Zahl leicht um -1,3 % zurück. Die Zahl der Beschäftigten sank um 0,3 % auf 83.960. Doch das liegt in einem normalen Rahmen.
Zu den in deutschen Möbelmarken gehören Unternehmen wie Machalke Polsterwerkstätten oder Rolf Benz und die Walter Knoll AG. Betriebe, die sich durch Design Möbel Made in Germany einen Namen gemacht haben.

Deutsche Möbelmarken: starke Konkurrenz in Inland, Rekordverkäufe im Export

Aber wie können sie bestehen, trotz großer ausländischer Konkurrenz? Die Zahl der Möbelhäuser schrumpft, dafür legen Großanbieter zu. Die Menge macht‘s. Und das Qualitätsmöbel aus Deutschland sind im Ausland gefragt wie nie zuvor. 32,5 % der in Deutschland produzierten Möbel gingen in den ersten 10 Monaten von 2017 in den Export. Diese neue Rekordmarke entspricht einer Steigerung von +1,3 % auf einen Auslandsumsatz von 4,8 Mrd. Euro.

Wie verkaufen sich Möbel und Küchen Made in Germany auf dem Inlandsmarkt?

Warum also schrumpfte der im Grunde erfolgreiche inländische Möbelmarkt im vergangenen Jahr leicht? Es gab weniger Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland. Sie gingen um ganze 7 % zurück. Weniger neue Wohnungen bedeuten weniger Möbel zum Einrichten und daher trotz niedriger Zinsen und steigender Einkommen einen Konsumrückgang für Einrichtungen. Ein absehbares Tief, da der Wohnungsbau für 2018 angekurbelt werden soll.

Design Möbel Made in Germany sind auch zu Hause beliebt

Oben auf der Hitliste der Einrichtungsgegenstände stehen trotz Minus bei den Matratzen die Boxspringbetten: Die Welt möchte bequem schlafen. Stärkste Warengruppe sind allerdings Küchen Made in Germany: das neue Aushängeschild in deutschen Wohnungen. Dann folgen Polster-, Schlafzimmer- und schließlich die Wohnzimmermöbel.

Starke Konkurrenz aus China und Osteuropa für Möbel aus Deutschland

Aber Einrichtungsgegenstände aus dem Ausland sind eine ernstzunehmende Konkurrenz. Sie machen inzwischen 65 % des deutschen Möbelhandels aus. Alleine 55 % der deutschen Möbelimporte stammen aus Polen, China und Tschechien. Beim Im- und Export gibt es allerdings klare Unterschiede in den Möbelsegmenten. Während bei einfachen Schrankkonstruktionen, Wohn- und Schlafzimmermöbeln, bei Matratzen und Polstermöbeln zunehmend günstige ausländische Konkurrenz an Boden gewinnt, spezialisieren sich immer mehr deutsche Hersteller auf anspruchsvolle und technische Möbel wie Boxspringbetten, Wohnraumtechnik oder Küchenausstattungen. Massivholzmöbel aus Deutschland und Design Möbel Made in Germany sind weltweit sehr gefragt.

EU Markt für Küchen und Möbel Made in Germany stagniert, Zuwachs in Übersee

Die größten Steigerungsraten erzielten Qualitätsmöbel aus Deutschland in den ersten zehn Monaten 2017 mit +21,4 % in China, +10,3 % in den USA und +7,5 % in Russland. Aber auch in Japan, Indien, Südkorea und Kanada sind deutsche Möbel zunehmend gefragt. In der EU haben sich die deutschen Möbelexporte besonders in Frankreich und den Niederlanden stabilisiert, während sie nach der Brexit-Entscheidung in Großbritannien um 5,9 % einbrachen.

Deutsche Möbelmarken setzen bei Küchen und Möbeln Made in Germany auf den Export

Da der heimische Möbelmarkt weitgehend gesättigt scheint und auch die Zuwächse in der EU gering sind, ist die deutsche Möbelindustrie bemüht, weitere Exportmärkte in Übersee zu erschließen. Dabei erweist sich das Qualitätslabel Made in Germany ein ums andere Mal als Türöffner. Deshalb sieht der Verband der Deutschen Möbelindustrie die Zukunft der Branche im Export.

Interessante Infos zu diesem Thema finden Sie hier:

BVDM http://www.bwb-online.de/bvdm/index.html

VDM http://www.moebelindustrie.de/

AMK http://www.amk.de/

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