Digitalisierung

Das Thema "Digitalisierung" ist in Deutschland in den heutigen Tagen allgegenwärtig und macht vor keinem Wirtschaftszweig halt.

Digitalisierung 4.0: Die Zukunft des Internets

Die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung 4.0 berühren alle Wirtschaftsbereiche von Unternehmen. Der digitale Fortschritt verändert die Art und Weise des Konsums, sodass klassische Konzepte nicht mehr ausreichen um Zielgruppen zu erreichen. Im Zeitalter der mobilen Internetnutzung stehen Kundenwünsche zentral und werden erfüllt von Unternehmen mit einer datengetriebenen Dienstleistungsorientierung.

Es gibt nur wenige Fachkräfte mit dem nötigen Know-How, Entscheidungsträger sind daher auf verlässliche Quellen mit gut aufbereitetem Fachwissen angewiesen. In dieser Rubrik erhalten Sie umfassende Informationen zum Thema Digitalisierung und Strategien für die Umsetzung, sodass sich auch Experten über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten können.

Digitaler Fortschritt ohne Dynamik

Laut des D21-Digital-Index 2017/2018 ist rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung vom digitalen Fortschritt überfordert, hauptsächlich durch die Komplexität und Dynamik. Speziell ältere Menschen und weniger Gebildete gehören zu dieser Gruppe. Insgesamt bescheinigt der Index Deutschland aber einen steigenden Digitalisierungsgrad: Dank zunehmender Offenheit und Kompetenzen wächst der Wert um zwei Punkte auf 53. Wettbewerbsfähig ist dies allerdings nicht, wie sich beim Blick über die Landesgrenzen hinaus zeigt.

Als Basis für den EU-weiten Vergleich dient der Digital Economy and Society Index. In diesem Jahr befindet sich Deutschland auf Platz 14 von 28 und bleibt damit gewohnt durchschnittlich. Obwohl Fortschritte sichtbar sind, kommen andere Länder bei der Digitalisierung schneller voran. Im Wirtschaftsausblick der OECD wird die Situation noch deutlicher. Denn auch international verteidigt Deutschland das Mittelfeld. Es besteht Nachholbedarf in nahezu allen wichtigen Bereichen der Digitalisierung:

  • Breitbandausbau
  • Cloud-Computing
  • Aus- und Weiterbildung
  • Digitale Lehr- und Lernmethoden

Die Vielfalt der Digitalisierung 4.0

Die Möglichkeiten, neue Technologien der Digitalisierung einzusetzen, sind immens. Von der Rohstoffgewinnung bis zum Verkauf des Endprodukts können interne sowie externe Geschäftsprozesse auf digitale Weise optimiert werden.    

Die digitale Welt des Konsums

Digitalisierung 4.0 verändert auch die Art, wie wir das Internet erleben. Mit Hilfe von Virtual Reality-Software lassen sich Webinhalte lebensecht darstellen und individuelle Kundenwünsche können im 3D-Drucker unmittelbar realisiert werden. Die neuen Technologien rücken den Kundennutzen stets weiter in den Vordergrund. Daher basieren die besten Angebote auf Data Driven Marketing. Als Ausgangspunkt dienen ausführliche Analysen von Verbraucherinformationen. Jede Entscheidung im Entwicklungsprozess wird bestimmt durch aussagekräftige Daten, anstelle von Intuition oder persönlicher Erfahrung. So entsteht eine datengetriebene Dienstleistungsorientierung, die sich vollkommen an den Bedürfnissen der Kunden orientiert.  

Industrie 4.0: Das Internet der Dinge

In einem Sektor kann selbst die Bundesrepublik dem internationalen Vergleich noch Stand halten: Die intelligente Industrie des 21. Jahrhunderts. Industrialisierung 4.0 bezeichnet die Vernetzung und Integration von Geschäftsprozessen. Dabei steht die Automatisierung zentral, mit dem Ziel der Arbeitsunterstützung. Alle Vorgänge entlang der Wertschöpfungskette sind davon betroffen. In Deutschland ist die industrielle Revolution in vollem Gange, der Penetrationsgrad ist jedoch sehr unterschiedlich.

Der gezielte Austausch von Daten dient als Basis um Produktions- und Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten. Im smarten E-Business kooperieren Maschinen miteinander und organisieren Abläufe selbstständig. So kann eine hohe Flexibilität garantiert werden. Selbst die Wartung übernehmen intelligente Arbeitsgeräte selbst. Mit Predictive Maintenance lassen sich Ausfälle verhindern, noch bevor sie auftreten. Zusätzlich sorgt die permanente Kommunikation mit IT-Systemen für einen schnellen Zugriff auf sämtliche Informationen. Im deutschen Maschinenbau wird das Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft, es herrscht aber eine grundlegend offene Einstellung gegenüber den digitalen Techniken.

Herausforderungen in einer digitalen Welt

Das eigene Unternehmen auf den aktuellen Stand der Digitalisierung 4.0 zu bringen, erscheint zunächst als große Herausforderung. Lange Zeit war das Thema ausschließlich Chefsache. Die Digital Value Studie erfasste 2016 einen Anteil von 37 Prozent der Geschäftsführer als verantwortlich für den digitalen Wandel. In den letzten Jahren fand auf den Führungsebenen ein Umdenken statt. Denn eine Umsetzung gemäß der Top-Down-Methode ruft viele Widerstände hervor. Zudem ist nötiges Fachwissen oft nicht vorhanden.

Idealerweise erfolgt die Einführung von Veränderungen mittels der Fleckenstrategie, wobei Prozesse auf allen Ebenen initiiert werden. Von Anfang an sollten Betroffene zu den Beteiligten gehören. Den Mehrwert deutlich zu kommunizieren, erhöht in signifikanter Weise die Akzeptanz in der Belegschaft. Zudem sind Know-How und persönliche Erfahrungen wertvolle Informationen im Planungsprozess. Durch die Berücksichtigung von Feedback werden Mitarbeiter nebenbei zu aktiven Mitgestaltern. Die dezentrale Herangehensweise sorgt außerdem für flache Hierarchien, Synergie-Effekte können sich frei entfalten.

2018 sind lediglich noch acht Prozent der Geschäftsführer hauptverantwortlich, dafür kann die Studie 35 Prozent IT-Leiter, 19 Prozent Strategiechefs und 11 Prozent von speziellen Digitalverantwortlichen vorweisen. Obwohl die Entwicklung positiv ist, besteht die Gefahr einer technikgetriebenen Transformation. Stattdessen sollte bei allen Entscheidungen die Prozessoptimierung vordergründig sein.  

Herangehensweise bei der Umsetzung digitaler Strategien

Die Integration digitaler Techniken im Unternehmen ist ein komplexer, aber nachhaltiger Prozess. Klar definierte Ziele gehören zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Der Einsatz von Tools, um mit der Zeit Schritt zu halten, ist der falsche Ansatz. Vielmehr geht es darum, Prozesse zu vereinfachen durch Bündelung und kontinuierliche Optimierung. Der Mehrwert wie beispielsweise eine Steigerung der Effizienz oder die Verringerung von Kosten sollte immer Priorität haben. Ziel ist die Prozessoptimierung, digitale Techniken liefern die nötigen Werkzeuge.

Der erste Schritt zum E-Business

Anfangs wird der Status Quo ermittelt, um eine differenzierte Analyse der Stärken und Schwächen des Unternehmens zu erstellen. Hierauf basiert die Konzeptionierung des digitalen Transformationsprozesses. Digitalverantwortliche stehen nun vor der Aufgabe, zu definieren welche Bereiche der Digitalisierung 4.0 für sie relevant sind:

  • Investition in Technologien
  • Maßnahmen zur internen Prozessoptimierung
  • Kommunikation mit Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten
  • Gewährleistung von Daten- und Informationssicherheit

Tools für effiziente Arbeitsweisen

Digitalisierung 4.0 beinhaltet den Einsatz nützlicher Tools. Dabei steht eine bestimmte Software nie für sich allein sondern kommuniziert über Schnittstellen mit verschiedenen Systemen. Collaboration Tools wie beispielsweise Trello dienen als Plattform für integriertes Projektmanagement. Mitarbeiter haben direkten Zugriff auf für sie relevante Daten und können einsehen, welche Aufgaben ihre Kollegen derzeit bearbeiten. Projekte sind je nach Bearbeitungsstand entsprechend gekennzeichnet und übersichtlich aufgeführt. Das multimediale Tool dient auch zur Kommunikation: Ähnlich wie in sozialen Netzwerken können Kommentare zu einzelnen Arbeitsschritten hinterlassen werden, die Chatfunktion und persönliche Nachrichten machen Emails gänzlich überflüssig.

Mit Identity Access Management Tools werden personenbezogene Daten sicher und vollständig verarbeitet. Dies bezieht sich sowohl auf Kunden als auch auf Personal und Geschäftspartner. In Zeiten strenger Datenschutzrichtlinien, können die meisten Unternehmen davon profitieren. Wurde der Bedarf für eines der zahlreichen Tools festgestellt, gibt es weitere Fragen zu klären:

  1. Identifizieren:
    Welche Systeme verarbeiten die Daten (möglicherweise abteilungsübergreifend)?

  2. Definieren:
    Welchen Mehrwert bietet ein Tool für das Unternehmen?

  3. Optimieren:
    Konzept erstellen als Basis für die Neuausrichtung von Geschäftsmodellen und Arbeitsweisen

Zielgerichtete Strategien

Digitale Geschäftsprozesse finden auf verschiedenen Ebenen statt, für die eine spezifische Strategie vorteilhaft ist. Denn die jeweiligen Bedürfnisse unterscheiden sich stark voneinander und können dementsprechend unterschiedlich effizient gestaltet werden. Unternehmen kommunizieren mit:

  • anderen Unternehmen (B2B: Business-to-Business)
  • Konsumenten (B2C: Business-to-Consumer)
  • öffentlichen Einrichtungen (B2A: Business-to-Administration)
  • Mitarbeitern (B2E: Business-to-Employee)

Für erfolgreiche Beziehungen zwischen Unternehmen bietet MadeInGermany.online ein wirkungsvolles Tool: Das B2B-Portal für die Vergabe und Annahme von Projekten. Hier finden Sie ausschließlich Anbieter, welche sich dem Qualitätssiegel „Made in Germany“ verschrieben haben.

Staatliche Hilfen für Digitalisierungs-Maßnahmen

Die Chancenvielfalt durch Digitalisierung 4.0 ist enorm. Bei der Umsetzung bietet der deutsche Staat bisher zwar kein gutes Vorbild, mit der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“ soll der Fortschritt aber zumindest in der Wirtschaft vorangetrieben werden. Spezielle Kompetenzzentren richten sich an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und informieren über technische sowie produktive Möglichkeiten für den eigenen Betrieb. Im Rahmen des Programms wurden zusätzlich spezialisierte Agenturen ins Leben gerufen. Sie helfen bei der praktischen Umsetzung, bieten zahlreiche Veranstaltungen und Workshops und erklären die spezifischen Methoden anhand von Praxisbeispielen.

Mit dem Förderprogramm „go-digital“ stehen KMU weitere Angebote zur Verfügung, welche in drei Kategorien unterteilt sind:

  • Digitalisierte Geschäftsprozesse
  • Digitale Markterschließung
  • IT-Sicherheit

Durch das BMWI autorisierte Unternehmen bieten in diesen Bereichen nützliche Hilfeleistungen. Sie beraten im Vorfeld um anschließend den gesamten Transformationsprozess zu begleiten und unterstützen. Sämtliche Formalitäten in Bezug auf mögliche Fördermittel werden hier übernommen. Allerdings sind maximal 30 Beratertage vorgesehen, geknüpft an bestimmte Kriterien. Für Maßnahmen, welche den Verlust sensibler Daten verhindern, kann eine Finanzierung beantragt werden.

Die Zukunft der Digitalisierung

Das E-Business auf Grundlage der Digitalisierung 4.0 schafft Raum für Ideen und lässt neue Geschäftsfelder entstehen. In der digitalen Arbeitswelt der Zukunft wird es in erster Linie Veränderungen an den Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine geben. Vollvernetzte Mitarbeiter steuern Abläufe, um individuelle Kundenwünsche zu erfüllen. Die menschenzentrierte Entwicklung stellt neue Anforderungen an das nötige Fachwissen. Daher gehört Aus- und Weiterbildung zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Angesichts der Tatsache, dass sich durchschnittlich 11,5 deutsche Achtklässler einen Computer teilen (Bildungsmonitor 2018 der Initiative Neue Medien und soziale Marktwirtschaft), sind hier großflächige Investitionen notwendig.

Zukünftige Arbeitsmodelle sind geprägt von der Leistungskraft künstlicher Intelligenz (KI). Das Potenzial ist enorm, die Ausschöpfung jedoch umstritten. So wurde ein möglicher Einsatz in autonomen Waffensystemen bereits von vielen Seiten scharf kritisiert. Um das Szenario eines unkontrollierbaren Wettrüstens zu verhindern, fordern bisher 26 Staaten ein ausdrückliches Verbot der intelligenten Waffen. Deutschland gehört nicht dazu. Noch müssen Richtlinien definiert werden und Europa könnte hier eine Schlüsselrolle einnehmen. Auch für die positiven Auswirkungen von KI werden Maßstäbe benötigt. Denn sie dürfen nicht nur Einzelpersonen betreffen, sondern müssen der  Gesellschaft im Ganzen zugutekommen.

Über die Frage, wie intelligent Maschinen tatsächlich werden können, sind sich die Wissenschaftler uneins. Viele halten es für möglich, dass die Entwicklung ab einem gewissen Punkt nicht mehr von Menschen vorangetrieben wird. Die Technologien optimieren sich selbst und es könnte zur Herausbildung einer Superintelligenz kommen. Schätzungen zufolge wird schon in wenigen Jahrzehnten die menschliche von der künstlichen Intelligenz übertroffen.

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